Kurt Waldheim im Wahlkampf für die Bundespräsidentschaft
ORF/Ruth Beckermann Filmproduktion
Kurt Waldheim im Wahlkampf für die Bundespräsidentschaft

zeit.geschichte

Waldheims Walzer

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Mit dem Dokumentarfilm „Waldheims Walzer“ legt Filmemacherin Ruth Beckermann ein präzises und vielschichtiges filmisches Zeitdokument vor.

Die Doku rekonstruiert einen der prägendsten politischen Momente der österreichischen Nachkriegsgeschichte: den Bundespräsidentschaftswahlkampf 1986 rund um den ehemaligen UNO-Generalsekretär Kurt Waldheim und die erbitterte öffentliche Auseinandersetzung über seine bislang verdrängte NS-Vergangenheit.

Kurt Waldheim wird Sakko abgebürstet
ORF/Ruth Beckermann Filmproduktion
Kurt Waldheim

Im Mittelpunkt steht die Frage der Vergangenheitsaufarbeitung eines Landes, wenn diese über lange Zeit von Mythen, Verschwiegenheit und Verdrängung geprägt war. Als im Wahlkampf die Kriegsvergangenheit von Kurt Waldheim öffentlich durchleuchtet wird, und Hinweise auf seine Mittäterschaft auftauchen, reagiert er mit Abwehr, Empörung und altbekannten Opfererzählungen. Diese Haltung entzündet landesweit eine Debatte, in der sich zwei Lager unversöhnlich gegenüberstehen: jene, die über Jahrzehnte an der kultivierten Lebenslüge festhalten wollen, und jene, die endlich Aufklärung verlangen.

Waldheims Walzer
ORF/Ruth Beckermann Filmproduktion

Mit ihrer Kamera wird Ruth Beckermann damals Zeugin dieses Konflikts auf offener Straße. Ihre unmittelbaren, oft ungefilterten Aufnahmen zeigen hitzige Wortgefechte, emotionale Eskalationen und ein gesellschaftliches Klima, in dem das bislang stabile Geschichtsbild sichtbar zu bröckeln beginnt.

Das hölzerne Pferd in Rom
ORF/Ruth Beckermann Filmprodukton/Lukas Beck
Das hölzerne Pferd in Rom

Mehr als 30 Jahre später verwebt sie diese Videos mit einer Fülle an Archivmaterial und analysiert in ihrem Dokumentarfilm Waldheims Walzer jenen Moment, der den Mythos vom „kleinen Opfer Österreich“ zerbrechen lässt und die Debatte über Täter- und Mitverantwortung ins Rollen bringt.

Hergestellt in Zusammenarbeit mit dem ORF Film/Fernseh-Abkommen

Regie
Ruth Beckermann

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