2. und letzter Teil:

Universum

Mit den Augen der Tiere: Zwischen Wildnis und Zivilisation (2)

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Innovative Kameratechnik ermöglicht ungeahnte Einblicke in das geheime Leben der Tiere

Tiere verbringen die meiste Zeit ihres Lebens an Orten, die dem Menschen unzugänglich sind. Der „Universum“-Zweiteiler „Mit den Augen der Tiere“ zeigt tierisches Verhalten, das bislang verborgen geblieben ist. Aufgezeichnet werden diese Bilder von den Tieren selbst. „Zwischen Wildnis und Zivilisation“, der zweite und letzte Teil der BBC-Produktion von Clare Dornan, Gillian Taylor, Matthew Andrews und Hannah Ward (deutsche Bearbeitung: Margarita Pribyl), beleuchtet die Lebenswelt von Wölfen in Südfrankreich, von Seebären in der Tasmanischen See vor Australien, von Pavianen in Südafrika, von Teufelsrochen vor den Küsten der Azoren und schließlich von Bären in der Türkei.

 

An der Grenze zwischen menschlichen Siedlungen und tierischen Lebensräumen kann es zu Konflikten zwischen Mensch und Tier kommen. Das wird am Beispiel von Pavianen in Südafrika deutlich. Die spezielle Kameratechnik, mit der die Paviane ausgestattet werden, fördern unbekannte Einblicke in das Verhalten der Affen zu Tage. Gleichzeitig liefern sie der Wissenschaft neue Erkenntnisse, konkret Aufschlüsse darüber, wie sich Paviane bei Nahrungs- oder Wassernot verhalten. Auf Grundlage der Erkenntnisse können ferner Maßnahmen getroffen werden, die die Konflikte zwischen Tier und Mensch reduzieren.

 

In der Nordosttürkei leben Braunbären in unmittelbarer Umgebung zu menschlichen Siedlungen, oft ernähren sie sich von Abfällen, die sie auf Müllhalden finden. Ein internationales Forscherteam untersucht schon seit mehr als einem Jahrzehnt die Koexistenz zwischen Braunbär und Mensch in diesem Gebiet. Die spezielle Kameratechnik, die für die Dreharbeiten zu „Mit den Augen der Tiere“ zum Einsatz gekommen ist, sorgt für einen weiteren Erkenntnisgewinn für die Forscherinnen und Forscher, da sie es ermöglicht, das Verhalten der extrem scheuen Tiere genauer und vor allem länger aufzuzeichnen.

 

ORF/BBC/image taken off screen

Vor den Azoren versammeln sich auffällig viele Teufelsrochen. Es ist ein Rätsel, was dazu führt. Sie tauchen bis zum Meeresgrund ab, da ist es für gewöhnlich unmöglich, ihnen zu folgen – außer man gibt den Rochen eine Kamera mit auf den Weg.

 

ORF/BBC/Bildagentur Zoonar GmbH

Vor einem Jahrhundert gab es in Frankreich keine Wölfe mehr. In den 1990er Jahren kamen sie schließlich über die Grenzen aus Italien zurück. Und mittlerweile hat sich der Wolfbestand wieder stabilisiert. Rund 400 Wölfe leben heute in Südfrankreich. Die Kehrseite: Die Bauern der Umgebung fürchten um ihre Schafherden. Für sie ist es besonders interessant zu sehen, wie ihre Hütehunde, speziell in der Nacht, Wache halten, um die Wölfe fernzuhalten. Dass nicht jeder Hütehund die gleiche Aufgabe erfüllt, zeigen die Kameras, mit denen die Wölfe von Wissenschafterinnen und Wissenschaftern ausgestattet wurden.

 

ORF/BBC/George Pillas

So unterschiedlich die Verhaltensweisen von Wolf, Rochen oder Pavian – so unterschiedlich sind auch die Schauplätze des „Universum“-Zweiteilers „Mit den Augen der Tiere“. Die ungewöhnlichen Blickwinkel tierischen Verhaltens vermitteln den Zuseher/innen ungeahnte Einblicke und verschaffen der Wissenschaft völlig neue Perspektiven.

Gestaltung

Hannah Ward

Claire Dornan

Gillian Taylor

Bearbeitung

Margarita Prybil