So feiern wir Ostern

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Feste feiern in Österreich – das verbindet Generationen und stärkt den sozialen Zusammenhalt nicht nur innerhalb der Familie. Ostern als das wichtigstes christliches Fest im Jahreskreis lebt durch seine Bräuche und Traditionen in den Pfarren und Kirchen. Ein Blick nach Kärnten.

Das Fastentuch von Gurk aus dem Jahr 1458: ein monumentales gotisches Kunstwerk, das Jahr für Jahr am Aschermittwoch im Dom zu Gurk aufgezogen und am Karsamstag wieder abgenommen wird. Mit seinen rund 89 m2 zählt es zu den bedeutendsten Zeugnissen mittelalterlicher Malkunst in Europa und gilt als größtes und ältestes Fastentuch Kärntens.

In der Pfarre Reichenfels ist der Ratschenbrauch lebendig: Kinder ziehen mit lärmenden Ratschen durch den Ort und ersetzen in den Tagen vor Ostern die Glocken. Und sogar im Kirchturm gibt es eine riesige Holz-Ratsche.

In Gösseling prägt ein außergewöhnliches Ritual die Nacht: Frauen und Männer entzünden meterhohe Fackeln und tragen sie über die dunklen Felder. Es ist eine Bitte um Schutz, Segen und eine gute Ernte.

Am Palmsonntag zeigt Rennweg ein nicht minder eindrucksvolles Schauspiel. Riesige Palmbuschen werden in die Kirche getragen – allen voran eine Palmstange von 16 Metern, die von der Landjugend gestemmt wird und bis knapp unters Kirchendach reicht.

In Ossiach wiederum steht ein anderer, seltener Brauch im Mittelpunkt: die Schwammweihe. Baumschwämme werden dafür so präpariert, dass sie lange glosen können. Einst diente dieses Weihfeuer zum Kochen des Osterschinkens, heute wird es vor allem zum Ausräuchern verwendet.

Rezept Gefüllte Butter