kulturMATINEE Zum 120. Geb. v. Dimitri Schostakowitsch am 25.9.26:

Schostakowitsch - Symphonie in Rot

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Er wurde verehrt und von der Tyrannei seiner Zeit zerrieben.

In seiner 50-jährigen Laufbahn komponierte er 15 Symphonien, erneuerte die Kunst des Streichquartetts und schuf Filmmusik.

Dmitri Schostakowitsch war im besten Sinne des Wortes populär – sein Walzer Nr. 2 zählt beispielsweise bis heute zu den meistgespielten klassischen Stücken. Zugleich steht Schostakowitsch für eine völlig neue musikalische Sprache. Seine im Alter von 19 Jahren komponierte erste Symphonie verschaffte ihm sofort internationale Anerkennung. Doch um im totalitären Sowjetstaat überleben zu können, musste sich der Ausnahmemusiker mit dem Regime arrangieren.

1936 erregte seine Oper „Lady Macbeth von Mzensk“ das Missfallen Josef Stalins, woraufhin er in Ungnade fiel. Aus Angst vor einer Verhaftung führte Schostakowitsch fortan ein musikalisches Doppelleben: Neben den Machthabern genehmen offiziellen Kompositionen setzte er sein innovatives Werk im Verborgenen fort.

Wegbegleiter wie der Dirigent Thomas Sanderling, die Pianistin Ludmila Berlinskaia und die Musikwissenschaftlerin sowie Schostakowitsch-Biografin Elizabeth Wilson erzählen vom Leben des Komponisten, das im zaristischen Russland begann und 1975 in der UdSSR endete. Sie schildern die Bedrängnis eines Mannes, der allein seiner Kunst verpflichtet war und dafür einen hohen Preis zahlte.

Regie
Philippe Picard, Jérôme Lambert

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