Orientierung

Pontifex auf Reisen: Besuch an der Peripherie Europas

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Pontifex auf Reisen | Lokalaugenschein auf der Insel Lesbos | Kunst der Paramentik | „Kultum“ in Graz: Atmen in schwierigen Zeiten

Pontifex auf Reisen: Besuch an der Peripherie Europas

Auch auf seiner 35. Auslandsreise – diesmal nach Zypern und Griechenland – ist das Leitmotiv der Reisepolitik von Papst Franziskus zu erkennen: Nicht den Großen und Mächtigen gilt vorrangig die Aufmerksamkeit des Pontifex, sondern Menschen am Rande der Gesellschaft, am Rande Europas.

Auf Zypern – der geteilten Insel – wird er neben Vertretern seiner Kirche und Würdenträgern der orthodoxen Christen sowie Verantwortungsträgern aus der Politik auch mit Notleidenden zusammentreffen. In der Hauptstadt Nikosia steht ein ökumenisches Gebet mit Asylsuchenden, Migrantinnen und Migranten, auf dem Programm.

Am Sonntag will Franziskus – wie schon vor fünf Jahren – die griechische Insel Lesbos besuchen. Dazwischen ist auch ein Termin mit dem griechischen Ministerpräsidenten Kyriakos Mitsotakis anberaumt.

Bericht: Klaus Ther, Länge: 3 Minuten

Ausharren im Lager: Lokalaugenschein auf der Insel Lesbos

Wie schon im Jahr 2016 wird also Papst Franziskus auch diesmal die griechische Insel Lesbos besuchen. Menschen auf der Flucht – Migrantinnen und Migranten – galt schon damals seine Aufmerksamkeit besonders.

Und es blieb nicht beim Besuch und beim Gespräch: Zwölf Syrer konnten mit Papst Franziskus nach Rom fliegen. Diesmal wird Franziskus – am 5. Dezember – das Flüchtlingslager Mavrovouni besuchen, das nach einem Brand im Zeltlager Moria errichtet worden ist.

Nicht mehr rund 10.000 Menschen, wie noch vor wenigen Jahren, sondern etwa 2000 Asylsuchende leben dort heute. Doch die Lage vieler bleibt prekär, wie ein aktueller Lokalaugenschein kurz vor dem Papstbesuch zeigt.

Bericht: Katharina Wagner, Länge: 8 Minuten

Kunst der Paramentik: Einblick in ein rares Handwerk

Im Orden der Benediktinerinnen vom Unbefleckten Herzen Mariens im oberösterreichischen Steinerkirchen befindet sich eine der letzten Werkstätten für Paramente in Österreich.

Hier werden liturgische Gewänder, Stolen, Altartücher, Behänge, Fahnen und Baldachine in Handarbeit hergestellt. Auf Besuch im Kloster und in Begegnungen mit den in der Werkstatt tätigen Schwestern und den Schneiderinnen lässt sich, wie ein „Orientierung“-Team erfahren durfte, dieses Handwerk näher kennenlernen. Und erfahren: Paramente sind sehr viel mehr als ein kunstvoll gestaltetes Stück Stoff.

Bericht: Anna Katharina Wohlgenannt, Länge: 7 Minuten

„Kultum“ in Graz: Atmen in schwierigen Zeiten

„Einatmen – Ausatmen“ ist der Titel einer Ausstellung, deren zweiter Teil kürzlich im „Kultum“, dem Grazer Kulturzentrum bei den Minoriten, zu Ende gegangen ist. Eigentlich war sie gedacht als pfingstliches Aufatmen, als Rückblick auf eine Zeit des bedrohten Atems.

Wie sehr die Pandemie aber wieder an Aktualität und Dramatik gewinnen würde, war damals nicht abzusehen. In Zeiten der übervollen Intensivstationen kann man kaum den Atem reflektieren, ohne auch an Beatmung zu denken.

Der letzte Akt dieser Ausstellung galt allerdings einem erfreulichen Ereignis: Umfangreiche Umbaumaßnahmen im alten Kloster sind zu Ende gegangen, das Kulturzentrum verfügt nun über eine größere Ausstellungsfläche. Ein Abend mit Texten und Musik hauchte nicht zuletzt dem frisch renovierten Minoritensaal neues Leben ein.

Bericht: Christian Rathner, Länge: 9 Minuten

Moderation

Sandra Szabo

Redaktion

Norbert Steidl