Österreich-Bild aus dem Landesstudio Kärnten
Poesie wie Brot? - 50 Jahre Ingeborg Bachmannpreis
Hier fliegen wegen Literatur noch ernsthaft die Fetzen: Die Tage der deutschsprachigen Literatur aka "Ingeborg Bachmannpreis" sind radikal - radikal anders als der sogenannte Zeitgeist. In einer Welt, die lügt, was das Zeug hält, schreibt sich der vielfach totgesagte Wettbewerb seit 50 Jahren mit Happy End fort und verknüpft Oberfläche mit Tiefgang als "Feier des Mediums Fernsehen" mit 17 Stunden Lesen und Kritisieren live auf 3sat.
Ausgehend von Ingeborg Bachmanns Forderung in den Frankfurter Vorlesungen, Poesie müsse wie Brot "zwischen den Zähnen knirschen" und "scharf von Erkenntnis und bitter von Sehnsucht" sein, um an den Schlaf der Menschen rühren zu können, geht die ORF-Dokumentation "Poesie wie Brot?" der Frage nach der Wirkung des Wettbewerbes nach: Auf die Sprache, die Gesellschaft und nicht zuletzt das Leben der Autorinnen und Autoren.
Mit PreisträgerInnen wie Natascha Gangl, Ferdinand Schmalz, Clemens Setz und Nava Ebrahimi, KritikerInnen wie Klaus Kastberger, Philipp Tingler sowie Laura de Weck und Brigitte Schwens-Harrant, Zeitzeugen wie Heinz Bachmann und Ulrike Fink sowie dem Philosophen Franz Schuh, ein erklärter Wettbewerbsgegner.
Gestaltung
Barbara Frank
Kamera
Heribert Senegacnik
Cutter
Daniel Kelich
Ton
Robert Lachowitz