
Nikolaus Harnoncourt - Die Musik meines Lebens
Am 5. März jährt sich der Todestag des österreichischen Dirigenten Nikolaus Harnoncourt zum 10. Mal. Für die Filmdokumentation hat er zwei Jahre vor seinem Tod eine Werkauswahl der für ihn bedeutendsten Musik seines Lebens zusammengestellt.
Seine frühen Kindheitserinnerungen führten Nikolaus Harnoncourt zu den Melodien George Gershwins, die sein Vater für die Familie am Klavier im Grazer Palais Meran intonierte. Eine Radioübertragung von Beethovens 7. Symphonie gab 1947 den entscheidenden Impuls für seinen Berufswunsch: Harnoncourt wollte Cellist in einem Orchester werden.

Seine Karriere als Orchestermusiker beendete er allerdings abrupt nach einer Aufführung von Mozarts g-Moll Symphonie, die seiner Meinung nach völlig falsch interpretiert worden war.

In den folgenden Jahrzehnten schuf sich Nikolaus Harnoncourt, zuerst noch als Cellist, dann als Dirigent, mit der Gründung des Concentus Musicus Wien seinen eigenen musikalischen Kosmos. Hier folgte er nur den „Leitgestirnen der Musikgeschichte“ und erarbeitete aus den Partituren von Monteverdi, Bach, Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert bis Smetana, Dvořák oder auch Gershwin seine eigene, revolutionäre Klangvorstellung, mit der er sich zu Beginn nicht nur Freunde machte.

Von der Kindheit bis zur Gegenwart reicht diese musikalische Biografie, die anhand von vorher nie gezeigten Fotos und Personalien aus dem Familienarchiv, Konzertausschnitten, Probenarbeiten und persönlichen Kommentaren des Stardirigenten einen Bogen über sein Leben und gleichzeitig über die von ihm mitgeprägte Musikgeschichte spannt.
Regie
Günter Schilhan
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