Luftaufnahme Festspielgelände 2024
Seefestspiele Mörbisch/Andreas Hafenscher
Luftaufnahme Festspielgelände 2024
kulturMATINEE

Mord, Macht und Männer in Strapsen. Der burgenländische Festspielsommer 2026

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Im burgenländischen Festspielsommer werden 2026 mit der Oper „Tosca“ und dem Musical „Ein Käfig voller Narren“ zwei Großproduktionen präsentiert, in denen starke Künstlerpersönlichkeiten für ihre Sache eintreten – ob 1800, zur Zeit der Napoleonischen Kriege, aus politischer Überzeugung oder in den 1970er-Jahren für die Liebe zu wem auch immer.

Die Oper „Tosca“ ist spannend wie ein Thriller: Eine Opernsängerin, Tosca, die für ihre Liebe sogar mordet. Ein Maler, Cavaradossi, der selbst unter Folter seinen politisch verfolgten Freund nicht verrät. Und ein skrupelloser Polizeichef, Scarpia, der seine Macht schamlos einsetzt. Giacomo Puccinis „Tosca“ im Steinbruch St. Margarethen, von Regisseur Thaddeus Strassberger in Szene gesetzt, verspricht ein packendes, höchst dramatisches Opernerlebnis.

Ebenso sehenswert ist, was sich hinter den Kulissen abspielt. Das Making-of-Team begleitet die Neuproduktion ein halbes Jahr lang und zeigt, wie sich das Steinbruchgelände in eine barocke Bühne wandelt, wie in einer Mailänder Werkstätte einzigartige Kostüme entstehen und wie groß der technische Aufwand ist, wenn der „Philharmonia Chor Wien“ und der Kinderchor „Gumpoldskirchner Spatzen“ erstmals gemeinsam auf der Freiluftbühne singen. Die Dokumentation führt auch in die Villa von Giacomo Puccini in der Toskana, wo die atemberaubende Musik entstanden ist.

Oper im Steinbruch
Oper im Steinbruch,
Oper im Steinbruch

Das Stück „La Cage aux Folles – Ein Käfig voller Narren“ wiederum war einst eine große Provokation, mittlerweile ist es Kult. Die Travestie-Komödie zählt heute zu den erfolgreichsten Musicals und der Song „I Am What I Am“ ist zur Hymne für Toleranz geworden. Das schwule Paar Albin und Georges betreibt in St. Topez den Nachtclub „La Cage aux Folles“. Abend für Abend begeistert Albin als Dragqueen „Zaza“ das Publikum.

Weltanschauungen prallen aufeinander, als ihr Sohn offenbart, dass er die Tochter eines erzkonservativen Politikers heiraten möchte. Wie aufwendig eine derartige Produktion bei den Seefestspielen Mörbisch ist, erfährt man beim Blick hinter die Kulissen – von der Audition über den Bühnenaufbau, die Kostümfertigung und die Proben bis zur Premiere ist es ein langer Weg. In die Rolle der Dragqueen „Zaza“ schlüpfen abwechselnd Alfons Haider und Drew Sarich, an ihrer Seite steht Mark Seibert.

Gestaltung
Bettina Treiber & Silvia Freudensprung-Schöll

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