Auf der Museumsinsel im Herzen Berlins thront die Alte Nationalgalerie wie ein Tempel über der Spree.
ORF/Navigator Film/Staatliche Museen zu Berlin/Maximilian Meisse
Auf der Museumsinsel im Herzen Berlins thront die Alte Nationalgalerie wie ein Tempel über der Spree. Nach Kriegszerstörung und deutscher Teilung vegetierte das Gebäude lange vor sich hin, bevor es ab 1998 als eines der ersten Häuser der Museumsinsel wieder instandgesetzt wurde.
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Magie der Museen

Alte Nationalgalerie, Berlin

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Eine der profiliertesten Malerinnen der internationalen Gegenwartskunst Katharina Grosse spürt in der Alten Nationalgalerie in Berlin der deutschen Seele nach.

Ein antiker Tempelbau für die deutsche Kunst sollte sie einst werden: die 1876 eröffnete Alte Nationalgalerie in Berlin. An zentraler Stelle auf der Museumsinsel gelegen, sollte sie den Deutschen den Gedanken einer Kulturnation näherbringen. Allerdings öffnete sich das Haus sehr früh auch anderen Kunststilen wie dem französischen Impressionismus.

Alte Nationalgalerie (innen)
ORF/beetz brothers film production
Alte Nationalgalerie

Heute beherbergt die Alte Nationalgalerie Meisterwerke vom Klassizismus bis zur beginnenden Moderne. Mit dem Bild „Der Mönch am Meer“ von Caspar David Friedrich ist hier eines der wichtigsten Werke der romantischen Malerei zu sehen, das zu einem Sinnbild für die deutsche Kunst geworden ist.

Der Mönch am Meer, Gemälde von Caspar David Friedrich
ORF/beetz brothers film production
"Der Mönch am Meer" - Gemälde von Caspar David Friedrich

Das reduzierte, fast schon abstrakte Bild aus dem 19. Jahrhundert ist ein Meilenstein in der Kunstgeschichte und ein Vorbild vieler Avantgardekünstler und -künstlerinnen. Die Dokumentation zeigt, wie die Restaurierung des Bildes neue Erkenntnisse über den Malprozess hervorbrachte und zugleich dessen Deutung veränderte.

Restaurierung des Gemäldes "Der Mönch am Meer" von Caspar David Friedrich
ORF/beetz brothers film production
Restaurierung des Gemäldes "Der Mönch am Meer" von Caspar David Friedrich

Deutschlands gefeierte Malerin Katharina Grosse spürt in der Alten Nationalgalerie der deutschen Seele nach. Sie schildert ihre Eindrücke von Bildern wie dem „Mönch am Meer“ und „Im Wintergarten“ von Édouard Manet.

Katharina Grosse sitzend vor Bild „Im Wintergarten“ von Édouard Manet
ORF/Navigator Film/Yousef Iskandar
Katharina Grosse sucht in der Nationalgalerie Berlin nach einer deutschen Seele – wenn es diese überhaupt gibt.

Und sie erzählt die faszinierende Geschichte des Museums, in der sich auch die Höhen und Tiefen der deutschen Geschichte widerspiegeln: In der NS-Zeit wurden mehr als 500 Werke des Hauses als „entartete Kunst“ denunziert; im Krieg wurde das Gebäude schwer beschädigt.

Katharina Grosse
ORF/beetz brothers film production
Katharina Grosse

Mit der deutschen Teilung befand sich das Haus dann im Ostteil der Stadt, was zur Gründung der Neuen Nationalgalerie in West-Berlin führte. Die Wiedervereinigung brachte die Alte und die Neue Nationalgalerie schließlich zusammen. Heute gehören weitere Museen in Berlin zur Nationalgalerie, darunter der Hamburger Bahnhof als Museum der Gegenwart.

Regie
Ralf Pleger & Julie Kirchhoff

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