Liebesg'schichten und Heiratssachen rote Herzluftballons
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Liebesg'schichten und Heiratssachen

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In der sechsten Ausgabe begleitet Nina Horowitz erneut sechs Singles auf ihrer Suche nach dem großen Liebesglück.

Martina, 62, Verkäuferin i. R. aus Wien

Martina wünscht sich wieder einen Mann an ihrer Seite. In ihrer Küche hängt ein Schild mit der Aufschrift ‚Liebe und Phantasie sind die besten Gewürze‘. „Ein bisserl Salz ist aber schon auch gut“, wirft Nina Horowitz schmunzelnd ein. Sie kocht und backt mit Leidenschaft, stellt aber gleich klar: „Das soll nicht bedeuten, dass ich den ganzen Tag in der Küche stehe und den Mann bewirten werde.“

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Martina, 62, Verkäuferin i. R. aus Wien

Viel lieber möchte sie mit ihrem zukünftigen Partner aktiv sein und auch das eine oder andere schickere Lokal besuchen. Dabei achtet sie besonders auf gute Manieren: „Schmatzen beim Essen oder mit der Kellnerin flirten geht gar nicht“. Zärtlichkeiten sind ihr in einer Beziehung auch besonders wichtig. Zusammenziehen kommt für Martina vorerst allerdings nicht infrage. Ihr Traummann soll sympathisch, humorvoll und elegant sein. Muskelprotze braucht Martina keine: „Die sehe ich eh oft genug im Fitnessstudio“. Dort lässt sich die Pensionistin auch selbst gern blicken, wie man in ihrem ‚Liebesg‘schichten‘-Porträt sieht. Bart, lange Haare oder Tattoos sind ebenfalls nichts für sie.

Der zukünftige Partner sollte zwischen 60 und 70 Jahre alt sein, möglichst schon in Pension und kulturell interessiert sein. Theater-, Kabarett- oder Ausstellungsbesuche gehören für die sympathische 62-Jährige einfach dazu. Auf die Idee, sich bei den ‚Liebesg'schichten und Heiratssachen‘ zu bewerben, brachte sie ihre eineiige Zwillingsschwester: „Mit ihr habe ich bis heute ein enges Verhältnis.“ Nach einer zwölfjährigen Ehe und einer ebenso langen Lebensgemeinschaft hofft Martina jetzt auf einen Mann, mit dem sie ihre größte Sehnsucht teilen kann: „Zweisamkeit, ein Miteinander und ein Wir.“

Christian, 43, Radladerfahrer aus dem schönen Lavanttal

Christian wünscht sich endlich die Frau fürs Leben. „Meine Partnerin kann sich von mir erwarten, dass ich ehrlich und treu bin und mit ihr durch dick und dünn gehe“, verspricht der Kärntner. Als echter Gentleman hält er seiner Herzensdame gerne die Tür auf oder rückt ihr den Sessel zurecht. Neben seinem Beruf engagiert sich der Radladerfahrer mit großer Leidenschaft bei der Freiwilligen Feuerwehr. „Ich erlebe es oft, dass eine Uniform anziehend ist“, schmunzelt er.

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Christian, 43, Radladerfahrer aus dem schönen Lavanttal

Ein „Pantscherl“ komme für ihn nicht infrage: „Ich bin auf was Fixes aus.“ In seiner Freizeit hört der 43-Jährige am liebsten Volksmusik und ist ein großer Fan der „Fidelen Lavanttaler“. Zu ihrer romantischen Musik würde er gerne mit seiner Frau das Tanzbein schwingen. Sie sollte ungefähr in seinem Alter sein, weibliche Rundungen haben und gepflegt auftreten: „Viele Tattoos, Piercings im Gesicht oder aufgespritzte Lippen sind hingegen nicht mein Geschmack.“

Christian war noch nie verheiratet und hat keine Kinder. Beides kann er sich für die Zukunft aber gut vorstellen. Nach zwei längeren Beziehungen endete seine letzte Liebe im Jahr 2019. Besonders in ruhigen Momenten spürt der sensible Kärntner die Einsamkeit: „Meine Familie und Freunde sind alle in Partnerschaften und ich bin oft alleine zu Hause. Es ist eine gewisse Leere in mir vorhanden und die soll sich jetzt endlich ändern.“ Seine zukünftige Partnerin darf deshalb gerne bei ihm einziehen und aus schönen Stunden schöne Jahre oder sogar Jahrzehnte werden lassen.

Christiane, 57, Haushälterin aus dem Mostviertel

Christiane wünscht sich einen liebevollen Mann, der sie so nimmt, wie sie ist. „Ich bin eine Kuschelmaus. Klein, aber oho“, beschreibt sie sich selbst mit einem Schmunzeln. Die gebürtige Deutsche, sie kommt aus Thüringen, achtet auf ihr Äußeres und erwartet sich das auch von ihrem zukünftigen Partner. Er sollte groß, gepflegt, schlank und sportlich sein. Besonders angetan haben es ihr Männer mit Brustbehaarung. Mit Bärten oder Tattoos kann sie hingegen gar nichts anfangen.

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Christiane, 57, Haushälterin aus dem Mostviertel

„Mit einem Oberlippenbartschnauzer kann man mich jagen“, erzählt sie Frau Horowitz lachend. Einen ganz besonderen Platz in ihrem Leben hat außerdem Hamsterdame Lucky. Für sie backt Christiane sogar Kekse und liebt es ihr beim durchs Gehege flitzen zuzusehen. Nach zwei jeweils zehnjährigen Beziehungen ist Christiane heute allein. Für ihre zweite große Liebe zog sie nach Österreich. Die Beziehung scheiterte jedoch, weil ihr Partner leider untreu war.

Umso größer ist heute ihre Sehnsucht nach einer ehrlichen Partnerschaft. „Ich will einfach jemanden, der mich wieder in den Arm nimmt und sagt: Alles ist gut, wir machen das schon gemeinsam. Das wäre natürlich toll“, sagt Christiane und hofft, bei den ‚Liebesg'schichten und Heiratssachen‘ genau diesen Mann zu finden.

Harald, 69, Bankangestellter i. R. aus Niederösterreich

Harald hat bereits 89 Länder bereist. Sein 90. Land soll Island werden: „Dort möchte ich die Vulkane sehen und auch Lachs und andere Dinge speisen.“ Jetzt wünscht sich der 69-Jährige eine Frau, mit der er die nächsten Abenteuer des Lebens teilen kann. „Meine Frau ist leider verstorben und ich möchte wieder jemanden finden, mit dem ich körperlich und geistig glücklich bin“, erzählt er.

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Harald, 69, Bankangestellter i. R. aus Niederösterreich

Sie soll Freude an gemeinsamen Unternehmungen haben. Theater-, Konzert- oder Musicalbesuche gehören für ihn genauso dazu wie gutes Essen. „Ich bin ein Genießer. Eine Asketin würde nicht unbedingt zu mir passen“, lacht der Pensionist. Ob seine Herzensdame schlank oder kurvig, groß oder klein ist, spielt für ihn keine Rolle. Gepflegtes Auftreten hingegen schon. Besonders wichtig sind ihm schöne Hände und ein elegantes Erscheinungsbild. Der 69-Jährige war 25 Jahre verheiratet und hat einen erwachsenen Sohn sowie zwei Enkelkinder.

Nach der Scheidung fand er die große Liebe. Bereits vier Monate später verlobte sich das Paar am Empire State Building, die Hochzeitsreise führte nach Hawaii. „Wir haben in all den Jahren genau einen Streit gehabt, darum, wer im Garten arbeiten darf“, erinnert er sich. Als seine Frau schwer erkrankte, pflegte Harald sie jahrelang bis zu ihrem Tod Ende 2022. Heute fühlt er sich bereit für einen neuen Lebensabschnitt. „Ich glaube, sie würde sich freuen, dass ich wieder jemanden suche“, sagt er über seine verstorbene Ehefrau und hofft nun auf eine weitere Chance für die große Liebe.

Dagmar, 57, Pflegeassistentin aus Tirol

Dagmar hat genug vom Online-Dating und hofft bei den ‚Liebesg'schichten und Heiratssachen‘ auf ihr persönliches Herzblatt. „Im Internet ghosten die Männer oft und im echten Leben spricht dich keiner an“, erzählt die Tirolerin. Obwohl sie gerne unterwegs ist, würde sie selbst nie den ersten Schritt machen. „Ich will immer angesprochen werden“, lacht sie. Die 57-Jährige beschreibt sich als schüchtern und wünscht sich einen zärtlichen Mann zwischen 50 und 65 Jahren, der gut riecht, gerne kuschelt und mit kleinen Aufmerksamkeiten überrascht. „Ein paar Gänseblümchen oder ein lieber Zettel, das erfreut mich schon“, verrät sie.

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Dagmar, 57, Pflegeassistentin aus Tirol

Ihr Traummann sollte sportlich sein, blaue Augen und etwas längere Haare wären ein Bonus. „Ein bisschen so wie ein Löwe“, scherzt Dagmar. Viel wichtiger sei aber, dass die Chemie stimmt. Die zweifache Mutter wuchs auf einem Bauernhof auf und erinnert sich an eine Kindheit mit viel Arbeit und wenig Nähe: „Ich will es bei meinen Töchtern besser machen.“ Als Kind wollte die Pflegeassistentin Opernsängerin werden, dieser Wunsch wurde ihr aber verwehrt. Ihre Leidenschaft zum Operngesang hat sie jedoch nicht verloren und das sieht man auch in ihrem ‚Liebesg‘schichten‘-Porträt, indem sie vor romantischem Bergpanorama die Opernarie „Voi che sapete“ aus Mozarts Figaro anklingen lässt.

Nach einer 17-jährigen Beziehung und zwei weiteren Partnerschaften ist Dagmar heute wieder offen für die Liebe. Ihr neuer Partner sollte verlässlich sein und Konflikte nicht einfach aussitzen. Besonders freut sie sich auf gemeinsame romantische Momente: „Auf einer Wiese sitzen, ein Picknick machen oder an einen See fahren – das wäre schön.“

Lukas, 30, Soziologe aus Graz

Lukas möchte endlich wieder Schmetterlinge im Bauch spüren. Mit den ‚Liebesg'schichten und Heiratssachen‘ verbindet ihn eine ganz besondere Geschichte: „Ich habe die Sendung schon mit meiner Oma geschaut.“ Mit Mitte 20 scherzte er mit seiner besten Freundin, dass er sich anmelden würde, sollte er mit 30 noch Single sein. „Jetzt bin ich 30 und es ist die 30. Staffel. Ich weiß nicht, was das sonst sein soll außer Schicksal“, sagt der Steirer lachend.

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Lukas, 30, Soziologe aus Graz

Sein Traummann sollte zwischen 25 und 35 Jahre alt sein, am liebsten aus der Steiermark, wobei Lukas auch über die Landesgrenzen hinaus offen ist. Optisch gefallen ihm vor allem dunkle Haare und dunkle Augen. „Ein schönes Lächeln catcht mich sofort“, erzählt der Soziologe. Auch gepflegte Hände findet er besonders attraktiv. Schnösel im Markenhemd seien hingegen gar nicht sein Fall: „Bei einem Hipster werde ich aber schon ein bissl schwach“. Der 30-Jährige hatte bereits einige Beziehungen, die an der Distanz scheiterten.

Für die Zukunft wünscht er sich eine monogame Partnerschaft, in der Vertrauen, Humor und gegenseitige Wertschätzung an erster Stelle stehen: „Man soll gut miteinander reden können und zueinander stehen.“ Heiraten kann er sich durchaus vorstellen, Kinder sind für ihn hingegen kein Muss. Seine große Leidenschaft ist die Musik und das beweist er in seinem ‚Liebesg‘schichten‘-Porträt gleich zweimal, indem er Nina Horowitz mit ‚Valerie‘ von Amy Winehouse gesanglich verzaubert und mit seinem Saxophon ‚Killing me softly with his song‘ anklingen lässt. Neben der Liebe sucht der musikalische Grazer übrigens auch einen Chor: „Wer weiß, vielleicht finde ich bei den „Liebesg'schichten und Heiratssachen“ sogar beides, einen Mann und eine neue Gesangsgruppe.“

Nina Horowitz
ORF/Thomas Ramstorfer

Nina Horowitz führt seit 2020 durch „Liebesg'schichten und Heiratssachen“

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