
Es hätte schlimmer kommen können - Mario Adorf
Mario Adorf, einer der bedeutendsten Schauspieler des deutschsprachigen Raums, ist im Alter von 95 Jahren verstorben. Über Jahrzehnte hinweg prägte er Film, Theater und Fernsehen wie kaum ein anderer.
Der Film von Dominik Wessely zeichnet ein berührendes Porträt und bietet einen selten intimen Einblick in das Leben und die mehr als sechs Jahrzehnte umspannende Karriere von Mario Adorf.

Die Dokumentation folgt Adorf an die prägenden Orte seines Lebens – von seiner Kindheit und Jugend in der Eifel über die Jahre an den Münchner Kammerspielen bis zu jenen Städten, die für ihn Heimat wurden: München, Paris, St. Tropez und Rom. Offen spricht er über seine Erinnerungen an die Kriegsjahre, die prägende Beziehung zu seiner Mutter sowie die späte Auseinandersetzung mit seinem italienischen Vater, dem er nur einmal begegnete.

Der Film erzählt von Adorfs Liebe zur Schauspielerei, die ihn sein ganzes Leben begleitet hat: vom ersten, misslungenen Vorsprechen an der Otto-Falckenberg-Schule über seine Anfänge im Theater bis zu seinen internationalen Filmerfolgen. Sein Durchbruch gelang ihm 1957 mit Robert Siodmaks „Nachts, wenn der Teufel kam“. Es folgten über 200 Filme, gedreht unter Regiegrößen wie Billy Wilder, Sam Peckinpah, Volker Schlöndorff, Rainer Werner Fassbinder und Margarethe von Trotta, die im Film ebenfalls zu Wort kommt.

Besondere Momente der Dokumentation sind Begegnungen mit langjährigen Wegbegleiterinnen und Freunden, darunter Senta Berger. Gemeinsam erinnern sie sich an Dreharbeiten rund um die Welt – und an legendäre Produktionen wie Helmut Dietls „Kir Royal“.

„Es hätte schlimmer kommen können – Mario Adorf“ zeigt den Menschen hinter der großen Schauspielerpersönlichkeit: seinen Humor, seine Haltung, sein gesellschaftliches Engagement, aber auch seine Nachdenklichkeit über das Älterwerden.
Regie
Dominik Wessely