Erik & Erika
Als Erika wurde sie gefeiert, als Erik verstoßen und des Betrugs bezichtigt. Eine Bauerntochter, die in Österreich als Skirennläuferin zu Ruhm und Ehre fährt, begeisterte in den 1960ern das ganze Land. Doch dann – der große Skandal: Erika Schinegger ist genetisch ein Mann. Drehbuchautor Dirk Kämper und Regisseur Reinhold Bilgeri erzählen im Drama „Erik & Erika“ – das bei seiner ORF2-Premiere im Jänner 2020 747.000 Zuseher:innen erreichte – die Geschichte über ein großes Tabuthema der 1970er Jahre.
Neben Markus Freistätter in der Titelrolle sind in diesem vom ORF im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens kofinanzierten Kinofilm u. a. Lili Epply, Anna Posch, Birgit Melcher, Gerhard Liebmann, Rainer Wöss und August Schmölzer zu sehen.
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Erika Schinegger ist schon immer etwas Besonderes gewesen. Die Geschichte einer Bauerntochter, die zur Abfahrts-Weltmeisterin wird, begeistert in den 1960ern das ganze Land. Mit der Einführung des „Sex-Tests“ im Skisport wird jedoch Ungeheuerliches publik: Erika ist genetisch ein Mann. Damit hatte niemand gerechnet. Intersexuell geboren, hatte man Erika bei Geburt vorschnell als Mädchen deklariert – ein Fehler, der die folgenden 19 Jahre schwer auf ihr lastete.
Sämtliche Beteiligte sind mit der Entdeckung überfordert: Der ÖSV drängt auf eine Anpassungsoperation zur Frau und sagt sich später los, die Eltern können keinen Halt und kaum Verständnis geben, Erik(a) ist auf sich allein gestellt.
Hauptdarsteller:innen
Markus Freistätter (Erik/a)
Birgit Melcher (Mutter)
Gerhard Liebmann (Vater)
Anna Posch (Monika)
Lili Epply (Christa)
Philipp Doboczky (Paul)
August Schmölzer (Hubert Grassl)
Marianne Sägebracht (Sigberta)
Regie
Reinhold Bilgeri
Drehbuch
Dirk Kämper