kulturMontag

Die Präsidentin - Helga Rabl Stadler, Salzburgs First Lady

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Passend zur Festspielzeit wird jene Frau geehrt, die seit 26 Jahren an der Spitze der Salzburger Festspiele steht: Helga Rabl-Stadler

2020 wurden die Salzburger Festspiele 100 Jahre alt und über ein Vierteljahrhundert davon war sie die wichtigste Person des größten Hochkultur-Festivals der Welt: Helga Rabl-Stadler. Dass das Salzburger Jubiläumsfestival trotz der weltweiten Pandemie - wenn auch etwas reduziert - stattfinden konnte, war hauptsächlich ihr Verdienst. Ein Jahr später als geplant, nimmt Helga Rabl-Stadler nunmehr Abschied von ihrer Funktion als „Frau Präsidentin“ und damit vom „schönsten Job der Welt“.

Direktorium Salzburger Festspiele
SF / Anne Zeuner
Lukas Crepaz, Helga Rabl-Stadler und Markus Hinterhäuser

Nach den Festspielen war für Helga Rabl-Stadler immer vor den Festspielen: Bereits wenige Wochen nach einer abgelaufenen Saison war die heute 73-Jährige jedes Jahr schon wieder unterwegs, um auf der ganzen Welt für die Festspiele zu werben, Sponsoren zu finden und um Mäzene, Journalisten, Kulturmanager, Politiker und Künstler zu treffen. 

Das Portrait begleitet die „Frau Präsidentin“ bei Auftritten im Namen der Salzburger Festspiele in Paris und London und gibt berufliche wie private Einblicke, wie zum Beispiel aus ihrer Zeit als Modeunternehmerin.

Helga Rabl Stadler
Salzburger Festspiele / Doris Wild

Künstlerinnen und Künstler wie Elīna Garanča und Rolando Villazón sowie Wegbegleiter und Freunde wie Thomas Gottschalk und Tobias Moretti ordnen Helga Rabl-Stadlers Bedeutung für die Salzburger Festspiele ein, viele Archivausschnitte sind Zeugen der Stationen einer einzigartigen Karriere.

Die promovierte Juristin war vor ihrer Zeit als Festspielpräsidentin in vielen wichtigen Positionen eine von wenigen Frauen, z.B. als eine der ersten Journalistinnen im Politikressort einer großen österreichischen Zeitung, als Präsidentin der Salzburger Wirtschaftskammer oder als junge Nationalrats-Abgeordnete im Parlament.   

Dass sie nicht bis 80 in ihrer Präsidentinnen-Rolle verharren wollte, hatte sie schon anlässlich ihres 70. Geburtstags einmal verlautbart. Höchste Zeit also, dieser auch im weltweiten Kulturbetrieb außergewöhnlichen Frau ein filmisches Denkmal zu setzen.

Gestaltung
Tommy Schmidle

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