
Der Trafikant
Regisseur Nikolaus Leytner führt ins Österreich um 1937/1938 und erzählt in „Der Trafikant“ eine bewegende Coming-of-Age-Geschichte: Simon Morzé brilliert darin als 17-jähriger Provinzbursche, der bei einem – von Johannes Krisch gespielten – Trafikanten in Wien in die Lehre geht und dort nicht nur den gealterten Sigmund Freud (dargestellt von Schauspiellegende Bruno Ganz), sondern auch die erste Liebe (Emma Drogunova) kennenlernt.
Mit mehr als 60.000 Besucherinnen und Besuchern rangiert die vom ORF im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens kofinanzierte Produktion „Der Trafikant“ unter den Top 10 der Charts des österreichischen Kinofilms 2018 und wurde mehrfach gewürdigt. Das Drehbuch – nach dem gleichnamigen Roman von Robert Seethaler – stammt von Nikolaus Leytner und Klaus Richter.
Mehr zum Inhalt
Österreich, in den späten 1930er Jahren: Der 17-jährige Franz Huchel (Simon Morzé) kommt aus dem Salzkammergut nach Wien, um bei dem Trafikanten Otto Trsnjek (Johannes Krisch) in die Lehre zu gehen. In dem Tabakgeschäft des Kriegsinvaliden lernt er die bürgerlichen Kreise kennen, die sich sogar die berühmten Importzigarren aus Kuba leisten können, die Franz in liebevoller Handarbeit frischhalten muss.
Unter den Stammkunden ist der hochangesehene Psychologe Sigmund Freud (Bruno Ganz), zu dem der junge Mann schon bald Vertrauen fasst. An ihn wendet sich Franz, als er sich unglücklich in die böhmische Varietétänzerin Anezka (Emma Drogunova) verliebt. Dass die Liebe selbst dem berühmten Psychoanalytiker unlösbare Rätsel aufgibt, hilft dem unerfahrenen Franz leider nicht weiter. Als Österreich im Jahr 1938 für den „Anschluss“ an das nationalsozialistische Deutsche Reich stimmt, beginnen schwere Zeiten für Franz und seinen Meister, der politisch aufrecht bleibt und weiterhin jüdische Kunden bedient.
Erst verwüsten antisemitische Schläger den Laden, dann wird Otto aus fadenscheinigen Gründen verhaftet. Nun muss Franz auf sich allein gestellt das Geschäft führen und für Trsnjek kämpfen. Rat sucht er bei dem 82-jährigen Freud, der jedoch selbst in Gefahr ist.























