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Was macht ein Imam gegen Radikalisierung?
Islamistischer Extremismus ist eine Ideologie, die im schlimmsten Fall in Terroranschlägen mündet. Jugendliche geraten dabei zunehmend ins Visier von Hasspredigern auf TikTok, YouTube oder Instagram und werden dort gezielt radikalisiert. So auch jener Jugendliche, der einen Anschlag auf ein Konzert von Taylor Swift geplant haben soll. Extremisten agieren jedoch nicht nur online: Sie versuchen auch in Moscheen vor Ort junge Menschen mit ihrem Gedankengut zu beeinflussen und zu vereinnahmen. Gleichzeitig gibt es jene, die sich dieser Entwicklung entgegenstellen.
Einer von ihnen ist Ramazan Demir – Imam, Islamlehrer und Hochschuldozent.

Er spricht mit Jugendlichen, widerspricht Hasspredigern – in Schulen ebenso wie online – und klärt über falsche Vorstellungen des Islams auf.


Moscheegemeinden holen ihn, wenn Personen mit extremistischem Gedankengut auffallen.

Auch Familien, deren Kinder sich radikalisieren, suchen seine Hilfe.

Darüber hinaus setzt Ramazan Demir auf interreligiösen Dialog mit einem Rabbiner, der zu seinen engsten Freunden zählt.

Doch sein Engagement bleibt nicht ohne Folgen: Drohungen, Polizeischutz und Anfeindungen aus extremistischen Kreisen. Der Imam ist selbst zur Zielscheibe geworden. Was bringt jemanden dazu, sich dieser Gefahr auszusetzen – und trotzdem weiterzumachen? In dieser Folge von „betrifft: uns“ begleitet Melanie Dzambazov den Imam Ramazan Demir und geht der Frage auf den Grund: Was macht ein Imam gegen Radikalisierung?