Am Schauplatz

Kalte Zeiten

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Eine Reportage über die Angst vieler Österreicherinnen und Österreicher vor kalten Wohnungen.

In vielen Wohnungen und Häusern wird es im Winter kalt. Karitative Organisationen schlagen Alarm. Die Anzahl jener Menschen, die Gas- und Stromrechnungen nicht mehr zahlen können, steigt massiv.

Gerlinde Ananijev und ehrenamtliche Helfer vom Verein „Hoffnungsschimmer“ in Wiener Neustadt beliefern armutsgefährdete Familien mit Holzöfen
ORF
Gerlinde Ananijev und ehrenamtliche Helfer beliefern armutsgefährdete Familien mit Holzöfen

Gerlinde Ananijev vom kleinen Sozialverein „Hoffnungsschimmer“ in Wiener Neustadt hat alle paar Minuten verzweifelte Menschen am Telefon. „Die Leute wissen jetzt schon, egal was passiert und egal wie sie tun, die nächsten Energie-Rechnungen können sie nicht mehr bezahlen", sagt Gerlinde Ananijev.

Auch Brennstoffe wie Holz oder Öl sind kaum mehr zu bekommen oder unbezahlbar. „Es kommt so weit, dass dir fremde Leute beim Holzausliefern auf der Straße nachlaufen und fragen, ob sie noch Holz kriegen können. So weit sind wir schon“, klagt Herr Stockreiter

Familie Brandstetter (NÖ) kann sich die hohen Energiekosten nicht mehr leisten. Die Eltern von drei Kindern können die Gas-Nachzahlung nicht begleichen.
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Familie Brandstetter (NÖ) kann sich die hohen Energiekosten nicht mehr leisten.

Dafür vervielfacht sich der Absatz von Heizdecken, Wollkleidung und Kinderschneeanzügen. „Wärme-Produkte erleben gerade eine Renaissance, weil die Menschen Panik vor kalten Wohnungen haben", sagt Harald Gutschi, Geschäftsführer des Online-Riesen „OTTO“.

Am Schauplatz-Reporterin Kim Kadlec zeigt, wie die sogenannte Mittelschicht zunehmend von „Energiearmut“ betroffen ist und mit welchen Strategien die Menschen den kalten Winter überdauern.