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Im Bild: Als Bundesrätin der ÖVP ist Viktoria Hutter zweimal in der Woche unterwegs - entweder in Wien oder in Sankt Pölten. Die politische Arbeit, auch im Bauernbund und in der Jungen ÖVP, macht die 35-jährige mit großem Interesse – und dennoch geht die Arbeit am Feld oder im Wald vor: „Wenn ich mich entscheiden müsste, wäre es immer die Landwirtschaft“, unterstreicht Viktoria. „Das ist meine große Leidenschaft.“

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Das neue Leben auf dem Land

Bauer zu sein bedeutet, sein Leben nach den Tieren und dem Wetter zu richten und kaum Urlaub machen zu können. Ist es für Landwirte deshalb schwerer, Partner fürs Leben zu finden als für andere Berufsgruppen? Geht es bei der Partnersuche um die Arbeit oder um die Liebe? Und welche Vorzüge hat das Leben auf dem Land?

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Siegfried Marth lebt allein in seinem großen Haus und Hof. Die Gänsezucht hat er aufgegeben. Er lebt von der Schweinezucht, die Pferde sind für die Freizeit. „Ich habe die Ausbildung zum Pferdewirt gemacht, Kutschenfahren möchte ich hier im schönen Südburgenland einmal anbieten“, schwärmt Siegi. Er hatte eine Partnerin, aber nur zwei Jahre lang.

Am Schauplatz-Redakteurin Tiba Marchetti hat diese Fragen vor fünf Jahren mehreren Single-Landwirten und einer Bäuerin gestellt - und hat jetzt bereits zum zweiten Mal nachgefragt, was in der Zwischenzeit passiert ist.

Der 36-jährige Johannes, der den sonnigen Hof am Mitterberg in Niederösterreich von seinem Adoptiv-Vater übernommen hat, war auf der Suche nach einer Frau, die das Leben am Land schätzt wie er. „Ich heirate nur, wenn ich die Frau liebe,“ schwärmte Johannes. Und fügte schmunzelnd hinzu, „ob es eine Bäuerin ist oder eine Ingenieurin, die das Geld heimbringt, ist Nebensache.“ Es ist weder eine Bäuerin noch eine Ingenieurin geworden. Johannes hat sich in eine Umweltökonomin verliebt, und sie sich in ihn. Petra lacht: „Ich habe keinen Bauern gesucht, aber einen gefunden - und auch gleich den Sinn im Leben“. Bei beiden leben mittlerweile zusammen auf dem Hof. Und Nachwuchs ist auch schon da.

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Johannes und Petra Halbartschlager. Die kirchliche Hochzeit war in Laxenburg bei Wien, als Überraschung für die Gäste gleich nach der Taufe von Baby Leonhard. „Ich habe keinen Bauern gesucht“, meint Petra verschmitzt, „aber ich hab einen gefunden.“

Der Vier-Generationen-Hof der Familie Lueger im niederösterreichischen Mostviertel hat schwere Jahre hinter sich – die Hofübergabe war alles andere als einfach. „Ich hab meiner Frau gesagt, lass die Jungen in Ruh, der Hof gehört nicht mehr uns“, erzählt der Altbauer. Aber seine Frau Maria konnte nicht von ihren Gewohnheiten lassen. Jungbäuerin Yvonne war verzweifelt : „Ich hab ja versucht, mich anzupassen – aber ich war nicht glücklich“. Heute hat jeder seinen Bereich und der Streit ist beigelegt. Auch bei der Forstwirtin Viktoria im Waldviertel und dem Schweinebauern Siegfried im Südburgenland gibt es Neuigkeiten.