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Im Bild: Herr Andreas, mit Hund Benno, leben derzeit in einem Haus der Caritas.

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Ein Hundsleben

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Eine Reportage über das besondere Verhältnis von Menschen und Hunden.

Die Österreicher lieben ihre Hunde: In jedem fünften Haushalt lebt mindestens einer, insgesamt sind es rund 830.000. Kein Wunder, so ein Hund, der widerspricht nie und er ist in guten, wie in schlechten Zeiten treu – oft genug ist er der bessere Begleiter. Eine Am Schauplatz-Reportage von Ed Moschitz über Menschen, deren Lebensglück auf vier Pfoten liegt.

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Hund Charlie, beim „Entspannen“ im Pool.

Günter ,68, hat sein Leben lang in der Reinigungsbranche gearbeitet, um sich in Wien-Simmering ein kleines Sommerhaus zu schaffen. Im Ruhestand ist der Alltag ruhig – vielleicht zu ruhig. „Meine Frau und ich sind wie Tag und Nacht“, sagt Günter, der seine Aufmerksamkeit vor allem seinem Hund Charlie schenkt.

Auch Frau Holecek, 76, bleibt dank Hund Bauxi stets in Bewegung. Der kleine Frühaufsteher hält sie ordentlich auf Trab – vermutlich einer der Gründe, warum die ehemalige Bäckergesellin noch so flott auf den Beinen ist. Seit dem Tod ihres Mannes wäre ihr Leben ohne Bauxi „sehr einsam“.

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Herr Michael, 45, mit Hund Alpha im Wohnhaus der ARGE in Wien Ottakring.

Herr Michael, 45, hat früh schwere Schicksalsschläge erlebt: Der Tod der Mutter, eigene schwere Erkrankungen gefolgt von 17 Operationen und einem Absturz in die Drogenszene. „So richtig Halt“ fand er erst mit Hund Alpha – beide schafften gemeinsam den Kokain-Entzug. Eine Verbindung „für immer“.

Manuela, 49, und Herbert, 64, leben auf 30 Quadratmetern, mit vier Hunden und drei Katzen. Platz ist relativ, Zeit haben sie genug. Beide erlebten in ihrer Kindheit viel Gewalt. Herbert fand erst Trost bei Hund Strolchi: „Der hat mir wirklich gutgetan.“

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Manu, 49, und Herbert, 64, leben mit Hunden Lara, Ricky, Nemo und Archi in einer kleinen Gemeindewohnung in Wien Floridsdorf.

Andreas, 56, versucht alles, um Hund Beno zu schützen. Oft blieb er selbst hungrig, damit für Benos Futter Geld übrig war. Den letzten Winter verbrachten sie sogar auf Parkbänken und in Müllcontainern. Erst ein Wohnheim der Caritas brachte wieder ein wenig Ruhe – für Mensch und Hund.