Am Schauplatz

Vollgas

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Eine Reportage über den Versuch Autoraser durch höhere Strafen einzubremsen.

344 Menschen sind 2020 in Österreich im Straßenverkehr gestorben – viele davon sind Opfer von Raserei geworden. Ein Drittel der Unfälle ist auf zu hohes Tempo zurückzuführen. Ab dem heurigen Sommer, bzw. Jahresende, wird es verschärfte Gesetze gegen Raserei geben: die Geldstrafen werden verdoppelt, in besonders gefährlichen Fällen soll das Fahrzeug beschlagnahmt und der Führerschein bis zu einem halben Jahr entzogen werden.

Grab von Kathi Koch an der Unfallstelle
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Unfallstelle von Kati Koch

Werden diese Maßnahmen greifen? Sind sie hart genug, um auch illegale Autorennen und Hochgeschwindigkeitsrasen auf öffentlichen Straßen in den Griff zu bekommen? Experten bezweifeln das.

Autowrack von ehem. Raser Stjepan
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Autowrack von ehem. Raser Stjepan

„Am Schauplatz“-Reporterin Gudrun Kampelmüller war in ganz Österreich unterwegs und hat auch einen ehemaligen Raser getroffen, der mit mehr als 230 km/h einen Unfall verursacht hat. Der Fahrer wäre in seinem Auto fast verbrannt. Fünf weitere Personen wurden dabei teils schwer verletzt, ein Unfallopfer ist seither querschnittgelähmt. Wie lebt der junge Mann nun mit dieser Schuld?

Polizeikontrolle Tuner Sbg
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Polizeikontrolle Tuner Sbg

Die Reportage beleuchtet auch die Szene der „Tuner und Poser“, jener Autoliebhaber, die Tausende Euro ins Aufmotzen ihrer Fahrzeuge stecken. Tiefergelegt, hochpoliert und auffrisiert, bis zu 600-PS-starke Autos, die im Straßenverkehr zur tödlichen Waffe werden können. Sie fühlen sich von der Exekutive, wie sie sagen, „zu Unrecht gehetzt und gejagt“.