Strahlemann & Sprachrohr
Es war ein ereignisreicher Tag für den ungarischen Rechtsstaat, als das Parlament vergangenen Montag für die Aufhebung der Immunität von Ministerpräsident Péter Magyar wegen Diebstahlsvorwürfen stimmte. Hintergrund war ein Streit um Filmaufnahmen, die ein Mann vor zwei Jahren unerlaubt von Magyar mit dem Handy machte.

Ohne Umschweife hat der Premier der Strafverfolgung zugestimmt, da er nichts zu verbergen habe, kritisierte allerdings, dass der „noch verbliebene Teil der Orbán Mafia“ seine Telefon-Angelegenheit mit milliardenschweren Korruptionsfällen vermische“.

Seit dem Machtwechsel im April erlebt Ungarn einen rasanten Umbau – auch in der Kulturszene. Nach 16 Jahren der staatlichen Kontrolle und (Selbst-)Zensur unter der Regierung Victor Orbán verspüren viele Kulturschaffende in unserem Nachbarland einen neuen Optimismus. Wie schwierig ist es, die Vergangenheit aufzuarbeiten und Freiheit und Selbstbestimmung in den Kulturbereich zurückzubringen?

Ungarn-Korrespondent Paul Krisai hat dazu den ungarischen Star-Dirigenten Iván Fischer befragt,

sowie die Gründerin und Kuratorin der OFF-Biennale Budapest, Hajnalka Somogyi,

und Máté Gáspár, den Geschäftsführer des renommierten Budapester Örkény-Theaters.
TV-Beitrag: Paul Krisai