OpernTIPP
Durch die intensive sinnliche Erfahrung, sowie durch die künstlerische Kühnheit nimmt Olivier Messiaens Oper Saint François d’Assise eine besondere Stellung ein. Zentrales Thema ist die Liebe –zum Göttlichen.
Messiaen besaß eine große Leidenschaft für Vogeltöne - er schrieb Dutzenden von Notizheften mit Vogelgesängen, die er in Musiknoten transformierte und festhielt.

Die Darbringung dieser und die eigene Melodie-Improvisation, sind eine Herausforderung für die Instrumentalisten.
Die Vogelstimmen sind nicht nur Naturklang, sondern Vermittler, Resonanzraum zwischen Himmel und Erde. Für Messiaens einzige Oper, die dem Heiligen Franziskus gewidmet ist, der mit den Vögeln sprach, sind sie das Symbol des Göttlichen selbst.
Franziskus zu begegnen heißt, in eine spirituelle Sphäre einzutreten, die höchste Ansprüche stellt.
Radikalität, der endgültige Bruch mit seiner Vergangenheit, sowohl das Schöne als auch das Hässliche feiern, all das ist weit entfernt von jeder süßlichen Darstellung.

Der Lobgesang; Der reisende Engel; Die Vogelpredigt; sind drei der acht Bilder der Oper, die Franziskus‘ Sicht auf die gesamte Schöpfung als Gottes Werk darbringt.
TV-Bericht: Barbara Pichler-Hausegger
Scènes franciscaines
Oper in drei Akten und acht Bildern
(entstanden 1975—1983, uraufgeführt 1983)
Libretto von Olivier Messiaen
Neuinszenierung
Besetzung
- Lauranne Oliva L’Ange
- Philippe Sly Saint François
- Sean Panikkar Le Lépreux
- Russell Braun Frère Léon
- Léo Vermot-Desroches Frère Massée
- Aaron-Casey Gould Frère Élie
- Willard White Frère Bernard
- Marius Aron* Frère Sylvestre
- Ivan Lyvch* Frère Rufin
- Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor
- Jozef Chabroň Choreinstudierung
- Wiener Philharmoniker
04.+09.+15.+23. August | 17:00 — 22:30 | Felsenreitschule
12.+19. August | 17:30 — 23:00 | Felsenreitschule