Rollen-Debüt
Sie gilt als eine der spannendsten Opernsängerinnen der Gegenwart. Ihr Terminkalender ist mehr als voll, sie jettet zwischen Barcelona, New York, Wien, Florenz, München und bald Salzburg hin und her. Ebendort, bei den Salzburger Festspielen gelang Asmik Grigorian mit „Salome“ 2018 der internationale Durchbruch.

In diesem Sommer wagt die neugierige Sopranistin aus Litauen mit George Bizets „Carmen“ ein neuerliches Debüt. Die Rolle der „Carmen“ gilt als Archetypus der Femme fatale, die sich über alle Grenzen bürgerlicher Moral hinwegsetzt und auch dann noch souverän ihren Gefühlen folgt.

Dass Grigorian die Partie angenommen hat, war mehr eine spontane Entscheidung, wie sie im Interview erzählt.

„Mich faszinieren bekannte Werke, bei denen das Publikum glaubt, genau zu wissen, was es erwartet. Bei Carmen hatte ich sofort das Gefühl, diese Figur anders zu empfinden. Je intensiver ich mich mit Text und Musik beschäftige, desto mehr merke ich, wie schwierig diese Rolle ist.“

Auch Gabriela Carrizo, Kopf der Compagnie „Peeping Tom“ wird ihr Regie-Debüt in Salzburg geben. Die argentinische Regisseurin und Choreographin macht sich in ihrer Inszenierung, die der ORF am 8. August live-zeitversetzt überträgt, auf die Suche nach der Identität jener zum Mythos gewordenen Frau.
TV-Beitrag: Katharina Huemer
