Hemingway, Orwell & Co
Warum wurde Spanien zum Magneten für die bedeutendsten Schriftsteller und Intellektuellen ihrer Zeit? Dieser Frage geht Paul Ingendaay in seinem Buch "Entscheidung in Spanien. Der große Kampf der Literatur 1936–1939" nach. Er zeigt, warum Autoren und Intellektuelle wie Ernest Hemingway, George Orwell, Erika und Klaus Mann sowie Simone Weil nach Spanien gingen – und weshalb die politischen Konfliktlinien des Bürgerkriegs bis heute nachwirken.

Der Spanische Bürgerkrieg war weit mehr als ein Kampf um Spanien. Rund 1.400 Österreicher kämpften in den Internationalen Brigaden – gemessen an der Bevölkerungszahl das größte Kontingent unter den Freiwilligen aus fast 60 Ländern.

Eine Ausstellung im Kulturankerzentrum am Schlingermarkt in Wien-Floridsdorf erzählt die Geschichte des Arbeiters Karl Sequens. Er kämpfte im Spanischen Bürgerkrieg, wurde anschließend durch die Konzentrationslager Dachau, Majdanek und Auschwitz deportiert und starb im Februar 1945 im KZ Dora-Mittelbau.

Sein Nachlass inspirierte den Schriftsteller Erich Hackl zunächst zu seinem Roman „Entwurf einer Liebe auf den ersten Blick“ und wurde später auch zum Ausgangspunkt der Ausstellung.
TV-Beitrag: Imogena Doderer