Mastermind Caster
Sie scannen zigtausende Schauspielerinnen und Schauspieler - oder auch solche, die‘s noch werden wollen, sind ständig auf Talentsuche, vermitteln zwischen Darstellern und Regie und werden dabei gern übersehen. Die Caster - ein bis dato unterbewertetes, aber für das Gelingen eines Films doch so wesentliches Handwerk. Um das zu ändern, hat die österreichische Filmakademie schon seit letztem Jahr die Kategorie Casting in das Rennen um den begehrten Österreichischen Filmpreis aufgenommen. Und Hollywood hat heuer bei den Oscars nachgezogen.

In Österreich gibt es den Beruf der Caster noch gar nicht so lange. Die Besetzung eines Filmes lag hierzulande traditionell in den Händen von Regieassistenten oder Produzenten, die mit den immergleichen Stars gearbeitet oder die heimischen Bühnen nach talentiertem Nachwuchs abgegrast haben. Erst in den 1990er Jahren etablierte sich dieser neue Berufszweig.

Am 18. Juni geht der 16. Österreichische Filmpreis, der in diesem Jahr in den hq7 Studios stattfinden wird, über die Bühne. Mit insgesamt 13 Nominierungen geht der Film „Perla“ von Regisseurin Alexandra Makarová als Favorit ins Rennen. Für das erzählerische Meisterwerk rund um eine junge Frau, die von der Vergangenheit eingeholt wird, ist Martina Poel für das Casting nominiert.

Wie funktioniert diese eigene Kunst, den richtigen Schauspieler für eine Rolle zu finden und ein Ensemble für einen Film zusammenzustellen? Der kulturMONTAG hat Martina Poel bei der Arbeit über die Schulter geschaut und sie zum Interview gebeten.
TV-Beitrag: Sandra Krieger