Finanzspritze für den Film

Streaming-Abgaben in Frankreich & Deutschland

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Seit Monaten ringt die heimische Filmbranche mit der österreichischen Bundesregierung um eine Erhöhung des Budgets durch eine Streaming-Abgabe. Bei den letzten Filmfestspielen von Cannes war der österreichische Film erfolgreich mit drei Produktionen vertreten und stellte auch auf der Berlinale einmal mehr die internationale Strahlkraft des heimischen Kinos unter Beweis.

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Doch die Filmwirtschaft steht unter wachsendem Druck: Steigende Produktionskosten, sinkende Planbarkeit und ein zunehmend internationaler Wettbewerb gefährden die Finanzierung heimischer Filme und Serien. Gleichzeitig erzielen internationale Streaminganbieter auch in Österreich hohe Umsätze mit audiovisuellen Inhalten, leisten aber bislang keinen ausreichenden Beitrag zur Stärkung der heimischen Produktion. Damit solche Erfolge bei Filmfestivals sowie beim Publikum im Kino/TV auch in Zukunft möglich sind, braucht es verlässliche Rahmenbedingungen für die Filme von morgen. Das soll mit der erdachten Streaming-Abgabe möglich sein. Die Steuer von Netflix, Disney+ & Co soll direkt in Österreichs Filmwirtschaft fließen.

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APA/dpa/Felix Kästle

In Frankreich wurde die sogenannte „Stream-Tax“ in der Höhe von 5,5% des im Land erzielten Umsatzes längst eingeführt. Sie bringt jährlich zwischen 120 und 150 Millionen Euro ein. Dieses Geld wird direkt an das CNC, das Centre National du Cinéma et de l'image animée weitergeleitet, um die Produktion französischer und europäischer Filme, Serien und audiovisueller Werke zu finanzieren. In Deutschland soll eine ähnliche Steuer, die mit Jänner 2027 in Kraft tritt, die Filmwirtschaft ankurbeln. Wie machen es also die anderen?

Der kulturMONTAG hat sich in der französischen und deutschen Filmszene umgehört und Expert:innen um eine Analyse gebeten.

TV-Beitrag: Tiziana Aricò, Christian Konrad, Sandra Krieger

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