Untergang oder Aufbruch

Wie kann die neue Medienförderung aussehen?

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Im Herbst vergangenen Jahres ließ Medienminister und Vizekanzler Andreas Babler aufhorchen, hat er doch eine dringend notwendige Medienreform angekündigt, bei der kein Stein auf dem anderen bleiben soll. Die Medienbranche stehe nicht nur mit dem Rücken zur Wand, sondern bereits am Abgrund, sagen Expert:innen. Waren laut Journalistenreport vor 20 Jahren noch mehr als 7000 Journalist:innen beschäftigt, sind es heute nur noch rund 4500.

Hände halten Handy
APA/Barbara Gindl

Österreichs Werbegeldabfluss zu Meta, TikTok & Co wird sich drastisch verstärken. Gleichzeitig verlieren journalistische Medien durch die KI-Nachrichten Aggregatoren von Tech-Giganten, etwa Google zunehmend ihre Leserschaft. Jetzt hat Babler die Ergebnisse der beim Medienhaus Wien in Auftrag gegebenen Studie präsentiert. Das 180-seitige Werk soll als Grundlage für politische Verhandlungen mit den Koalitionspartnern ÖVP und Neos dienen.

Andy Kaltenbrunner im Interview
ORF

Darin hat Medienforscher Andy Kaltenbrunner mit einem Expertenteam die strukturelle Krise analysiert, und macht deutlich, was diese Erosion demokratiepolitisch bedeutet. Tags darauf legte die ÖVP-Akademie ihr eigenes Modell des Medienmanagers Reinhold Gmeinbauer vor. Parteipolitisches Hickhack?

Zeitunglesender auf Bankerl am See
dpa/A3542 Karl-Josef Hildenbrand

Qualitätsvolle Medien, eine freie, vielfältige und vor allem unabhängige Medienlandschaft sind für beide Studien-Verfasser das Fundament einer funktionierenden und stabilen Demokratie. Nicht zuletzt der Blick auf den Nachbarn Ungarn, dessen Medienlandschaft unter Viktor Orban auf Parteilinie gebracht wurde hat deutlich gemacht, wie fragil dieses System ist.

TV-Kameras
APA/BARBARA GINDL

Wie kann Qualitäts-Journalismus gefördert werden und nicht willfährige Berichterstattung? Wie kann es in den Redaktionen weitergehen, wie kann Qualität und Innovation gelingen.

Der kulturMONTAG beleuchtet beide Studien und hat sich in der Medienbranche umgehört.

TV-Beitrag: Harald Wilde & Sophie Weilandt

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