Machtwechsel
Am Sonntag fanden in Ungarn die Parlamentswahlen statt. Seit 16 Jahren regiert die rechtspopulistische Fidesz-Partei unter Viktor Orbán, der sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit seinem Herausforderer, dem Oppositionspolitiker Péter Magyar, lieferte.

Magyar ging als Sieger hervor. Sein Erdrutschsieg ist nicht nur ein Wegweiser für die Zukunft der ungarischen Kulturszene, das Wahlergebnis wird auch exemplarisch für den Rest Europas verstanden.

Unter Orbans Ägide wurde die Kultur zum politischen Schlachtfeld – von der Besetzung zentraler Kulturinstitutionen, über die (Neu)ordnung der Film- und Theaterlandschaft, der Medienlandschaft bis hin zu Debatten über Geschichtsbilder und nationaler Identität. Viktor Orbán hat sämtliche Institutionen auf Parteilinie gebracht.

Im kulturMONTAG-Studiogespräch bespricht Clarissa Stadler mit dem ungarischen Kultur-Journalisten Dávid Gajdos den Ausgang der Wahl.

Was könnte sich in der Kunst-, Kultur- und Medienlandschaft ändern? Worauf müssen sich Kulturschaffende und kulturelle Institutionen innerhalb und außerhalb Ungarns einstellen? Was wird bestehen bleiben, welche neuen Strategien werden entstehen und was bedeutet das Wahlergebnis für Europa?
TV-Beitrag: Alexander Bogner