Braucht Kunst Grenzen?

Das Wiener Aktionismus Museum und die Debatte um Otto Muehl

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Das „Wiener Aktionismus Museum“ (WAM) wird nach einer Umbauphase am 25. März wiedereröffnet. Geschäftsführer Klaus Albrecht Schröder startet mit einer Einzelausstellung zum Frühwerk von Hermann Nitsch.

Wiener Aktionismus Museum Vorbereitungen für Ausstellung Hermann Nitsch
ORF

Weil Schröder im WAM ab Herbst auch das Spätwerk von Otto Muehl zeigen will, ist eine heftige mediale Debatte darüber entbrannt, ob man dessen Werke überhaupt ausstellen darf und wenn ja, in welcher Form. Der damals von Kunst, Politik und der High Society noch hofierte Muehl hat am Friedrichshof im Burgenland in den 1970er Jahren Minderjährige sexuell missbraucht und wurde 1991 dafür zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt.

Otto Muehl vor Gericht - 1991
APA/Matthias Wölfle

Für Kritiker, wie die Gruppe „Mathilda“, darf Kunst von Muehl, die im Kontext von Missbrauch entstanden ist, nicht ohne Hinweise darauf gezeigt werden. Muehls Werke will die Gruppe nicht als Kunst, sondern als „Artefakte“ verstanden wissen. Klaus Albrecht Schröder will keine Bilder zeigen, auf denen Opfer von Muehl abgebildet sind, für den Rest könne man das Werk von der Person des Künstlers jedoch trennen. 

Wo hat die Freiheit der Kunst ihre Grenzen?

TV-Beitrag: Harald Wilde

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