Dichter der Yugosphäre
Was geschieht, wenn der Zusammenhalt verloren geht, davon erzählt Miljenko Jergović. Der große kroatisch-bosnische Autor erhält heuer den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung, einer der gewichtigsten Literaturpreise im deutschsprachigen Raum.

Jergović zählt zu den derzeit meistgelesenen in seiner Sprache. Ausgezeichnet wird sein Erzählband „Das verrückte Herz“, mit dem der Schriftsteller an seinen ersten literarischen Erfolg „Sarajevo Marlboro“ vor über 30 Jahren anschließt.

Beide Bücher erzählen aus unterschiedlichen zeitlichen Perspektiven aus dem belagerten Sarajevo, der früheren Heimat Jergovićs, das zwischen 1992 und 1996 zum blutigen Kriegsschauplatz wurde.

Wie erzählt man über den Krieg - das ist eine zentrale Frage im Schaffen des Autors, die bis in die militärischen Konflikte der Gegenwart reicht.
Das große Lesefest Leipziger Buchmesse setzt dieses Jahre ganz auf Zusammenhalt. Das Motto lautet „Wo Geschichten uns verbinden“.

Der kulturMONTAG traf den preisgekrönten Humanisten vorab zum Gespräch.
TV-Beitrag: Sophie Weilandt