Kunst und Krieg
Zum ersten Mal seit Beginn des Angriffskriegs gegen die Ukraine will Russland dieses Jahr wieder an der Kunstbiennale in Venedig teilnehmen. Umgehend hat die russische Aktivistinnen-Gruppe Pussy Riot Proteste angekündigt.

Die EU-Kommission stellt die geplanten Zuschüsse von rund zwei Millionen in Frage und die italienische Regierung prüft die Möglichkeit, den russischen Pavillon „einzufrieren“ – ähnlich wie es mit russischen Vermögenswerten wie Jachten, Luxusvillen und Bankkonten der Invasion der Ukraine vor vier Jahren getan wurde.

Doch gehen sie damit zu weit? Biennale-Präsident Pietrangelo Buttafuoco hält mit dem Argument der künstlerischen Freiheit dagegen. Ist das zulässig? Wie politisch darf – wie politisch muss Kunst sein?
Zum Thema „Kunst und Diplomatie“ begrüßt Clarissa Stadler den ehemaligen Leiter der Kultursektion im Außenministerium Emil Brix im Studio.
TV-Beitrag: Barbara Lueg