Filmwunder und Förderfrage
So viele Filme aus Österreich wie noch nie sind heuer bei den 76. Internationalen Filmfestspielen in Berlin dabei - 12 heimische Produktionen, eine Rekordbeteiligung. Gleich zwei davon gehen im Hauptwettbewerb ins Rennen um den Goldenen Bären.

Mit Spannung erwartet wird etwa Markus Schleinzers Drama „Rose“ mit Ausnahme-Schauspielerin Sandra Hüller, das im 30jährigen Krieg angesiedelt ist.

Auch „The Loneliest Man in Town“ über den Musiker Al Cook von Tizza Covi und Rainer Frimmel ist im Wettbewerb vertreten. So erfolgreich allerdings das Auftreten des heimischen Films auf dem internationalen Parkett, so ungewiss ist die finanzielle Situation der Filmschaffenden in Österreich. Einsparungen bei den Fördermitteln lassen Rufe erstarken nach einer Investitionsverpflichtung für Streaming-Anbieter in österreichische Produktionen, wie sie etwa in Deutschland schon auf den Weg gebracht worden ist.

Als Hoffnungsschimmer betrachtet die heimische Filmwirtschaft, dass österreichische Politiker wie Kulturminister Andreas Babler (SPÖ) oder der für Auslandskultur zuständige Staatssekretär Sepp Schellhorn (NEOS) zur Berlinale reisen werden.

Ob Berliner Luft und internationaler Star-Glamour - von Charli xcx, Vielleicht-Bond Callum Turner, Amy Adams, und vor allem Isabelle Huppert, die in Ulrike Ottingers Wiener Horror-Komödie „Blutgräfin“ zu sehen sein wird - wohl Bewegung in die Filmfinanzierung bringen?

Der kulturMONTAG trifft internationale und nationale Film-Stars zum Interview.
TV-Beitrag: Christian Konrad & Sandra Krieger