BuchTIPP

Spätestens seit seinem Roman „Salonfähig“, der als Parodie auf die Ära Sebastian Kurz gelesen wurde, ist er einer der populärsten jungen Autoren Österreichs: Elias Hirschl. Der in Wien lebende 32-Jährige ist Musiker, Poetry-Slammer und Schriftsteller.

Mit „Schleifen“ liegt sein inzwischen sechster Roman vor, und während er sich in den Vorgängern vor allem mit zeitgenössischen Themen wie dem Zivildienst oder Künstlicher Intelligenz beschäftigt hat, wagt sich Hirschl diesmal in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts zurück, genauer gesagt: zu den Anfängen der Sprachphilosophie.

Franziska Denk heißt seine fiktive Romanheldin, die im Umfeld des Wiener Kreises aufwächst und an einer dubiosen Krankheit leidet, die bewirkt, dass sie jedes Symptom, von dem sie hört, körperlich reproduziert. Die Schulmedizin weiß keine Antworten auf das Problem und so beginnt Franziska ihr Leiden auf eigene Faust zu behandeln, indem sie sich mit Wörtern aus toten Sprachen schützt. Als sie den genialen Mathematiker Otto Mandl kennenlernt, entdeckt sie in ihm einen Seelenverwandten und die beiden setzen sich in den Kopf, die perfekte Sprache zu erfinden. „Schleifen“ ist ein aberwitziger Roman über die Grenzen des Sagbaren.
TV-Bericht: Katja Gasser
Erscheinungsdatum: 27.01.2026
416 Seiten
Hardcover
ISBN 978-3-552-07588-7
Erschienen bei Zsolnay Verlag