Kampf um die Zukunft

Der Iran zwischen Monarchie & Mullah-Regime

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Die drastische Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage, starke Schwankungen des Wechselkurses, instabile Märkte sowie der anhaltende Wertverlust der nationalen Währung – all das waren Ende Dezember 2025 Auslöser für die größte Protestwelle im Iran seit der Tötung von Mahsa Amini im Jahr 2022, die wegen eines angeblichen Hidschab-Verstoßes ihr Leben verlor.

Protest im Iran Ende Jänner 2025
APA/AFP/FARS NEWS AGENCY/HANDOUT

Unter dem Motto „Frau, Leben, Freiheit“ verursachten die landesweiten wie internationalen Proteste die größten Herausforderungen für das Regime seit 1979. Immer noch kämpfen die Bürger:innen um die Zukunft ihres Landes. Teherans brutale Reaktion: Internetsperre, Telefonabschaltungen, aggressive Rhetorik und vor allem die blutigen Großangriffe auf die Demonstranten. Über die Opferzahlen kursieren verschiedene Angaben. Von 3000 bis 18.000 Toten reicht die Spannweite, die je nach Quelle stark variiert. Einer der Gründe dafür: die Medien des Landes werden weitgehend vom Regime kontrolliert und zensiert.

Ausstellungsansicht mit Künstlerin Chalisée Naamani
ORF

Die aktuelle Nachrichtenlage ist trotz der Aufhebung der Internetsperre spärlich, weiß die französisch-iranische Künstlerin Chalisée Naamani, die in der Wiener Kunsthalle ihre erste Einzelausstellung mit dem Titel „Octogone“ außerhalb Frankreichs präsentiert. Zu ihren Großeltern und Freunden hat die 31-Jährige zurzeit keine Verbindung. In ihrer künstlerischen Arbeit setzt sie sich mit dem kulturellen Erbe und der Geschichte ihrer Familie auseinander.

Emma (Saba Sabasat Robatjazy) singend neben Pianist, der sie begleitet
ORF

Auch die iranische Sängerin Emma, die mit bürgerlichem Namen Saba Robatjazy heißt, hat keinerlei Verbindungen zu ihrer Familie. Sie musste ihre Heimat verlassen, weil sie auf Social Media angefangen hatte ihre Musik zu posten. Nur knapp entging sie durch ihre Flucht der Haft. Während die Menschen im Iran um ihre Freiheit ringen, reagiert der Westen zahm, auch wenn US-Präsident Donald Trump mal wieder ein militärisches Eingreifen der USA erwogen hatte.

Wie tickt die Islamische Republik? Warum geht der Westen nicht härter gegen das Mullah Regime vor? Und wie kann der Kampf um die Freiheit weitergehen? Darüber spricht Clarissa Stadler mit der iranisch stämmigen Journalistin und Publizistin Shila Behjat, die vor kurzem für den PEN-Club in Berlin die Diskussionsveranstaltung unter dem Titel „Iran - Jetzt Regime Change“ organisiert hat.

TV-Beitrag: Barbara Pichler-Hausegger

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