Hoffnungsschimmer
Kaum hat das neue Jahr begonnen, gibt es die nächste weltpolitische Krise. Verursacht vom selbsternannten „King“ der USA Donald Trump, der den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro entführen ließ. Die US-Intervention ist umstritten und verstößt gegen das Völkerrecht. 25 Seiten stark ist die Anklageschrift, die die US-Staatsanwaltschaft gegen Nicolás Maduro verfasst hat. Darin wird dem autoritären Machthaber vorgeworfen, jahrelang ein staatlich gestütztes Drogenterror-Netzwerk betrieben zu haben. Doch der Kampf gegen das Drogenproblem sei nur vorgeschoben, sagen Experten, die USA verfolge mit der Aktion ganz andere geopolitische Interessen. Und so verwundert Trumps jüngster, wie unverblümter Streich kaum: die Vereinigten Staaten wollen über Jahre hinweg Venezuela unter Aufsicht halten, um dort Erdöl zu fördern.

Seit rund 16 Jahren leistet die international gefragte Pianistin und Menschenrechts-Aktivistin Gabriela Montero Aufklärungsarbeit über das Regime des Diktators Maduro. Mehrfach versuchte er, das Parlament aufzulösen; Gegner wie die aktuelle Friedensnobelpreisträgerin Maria Corina Machado wurden verfolgt, andere verhaftet, gefoltert oder man ließ sie von der Bildfläche verschwinden. Die Vereinten Nationen warfen Maduro Wahlbetrug und wiederholt Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor.

Seit Jahren lebt Gabriela Montero im Exil in Barcelona und nutzt ihre Prominenz gerade auf ihrer aktuellen Tournee durch die USA und Europa, um auf Missstände und Verbrechen in ihrer Heimat aufmerksam zu machen. Über Maduros 12-jährige Schreckensherrschaft und jene seines Vorgängers Hugo Chavez, die umstrittenen Pläne der USA und ihren Hoffnungsschimmer spricht Gabriela Montero im kulturMONTAG-Interview.
TV-Beitrag: Nicola Eller