Ein literarisches Match
Für den Österreichischen Buchpreis und den Debütpreis 2025 wurden insgesamt 101 Titel aus 58 Verlagen eingereicht – 30 aus Österreich, 24 aus Deutschland und vier aus der Schweiz. Anders als beim Deutschen Buchpreis sind in Österreich sämtliche literarischen Genres zugelassen: von Belletristik über Lyrik bis hin zu Drama und Essay. Auf der Shortlist für den Hauptpreis stehen Monika Helfer, Marlene Streeruwitz, Verena Stauffer, Dimitré Dinev und Martin Prinz. Um den Debütpreis konkurrieren Anna Maschik, Michèle Yves Pauty und Miriam Unterthiner.

Die Jury nominierte unter anderem Dimitré Dinevs 1150 Seiten starken Roman „Zeit der Mutigen“, ein episches Werk über Gewalt und Unterdrückung, Liebe und Magie, Leben und Tod.

In „Die letzten Tage“ rekonstruiert Martin Prinz anhand von Volksgerichtakten das NS-Mordregime im Semmeringgebiet im April 1945 und legt dabei den grausamen Mechanismus sprachlicher Verdrängung offen.

Monika Helfer überzeugte mit ihrer 750-seitigen Sammlung „Wie die Welt weiterging“, die 365 Kurzgeschichten – eine für jeden Tag des Jahres – versammelt.

Marlene Streeruwitz steht mit ihrem New-York-Roman „Auflösungen“ auf der Liste, in dem sie von einer Wiener Lyrikerin erzählt, die ein Gastsemester in den USA verbringt.

Für die wohl größte Überraschung auf der Shortlist sorgt Verena Stauffer mit ihrem Gedichtband „Kiki Beach“ – ein experimenteller Text, der zwischen griechischer Mythologie und digitaler Gegenwart oszilliert.
Der kulturMONTAG berichtet live von der Verleihung des Österreichischen Buchpreises, die in diesem Jahr erstmals in den Wiener Praterateliers über die Bühne geht. Im Anschluss führt Sophie Weilandt ein Gespräch mit der frisch gekürten Preisträgerin bzw. dem Preisträger.
TV-Beitrag: Imogena Doderer & Sophie Weilandt