Nehmen Sie hoch das Bein
Das Wiener ImPulsTanz Festival ist Europas größtes Tanzfestival und eine Präsentationsplattform für den zeitgenössischen Tanz. Heuer findet es zum 40. Mal statt – und das mit 68 Produktionen, 222 Workshops und 118 Public Moves Klassen. Einmal mehr sind renommierte Szenestars, aber auch international gefeierte Shootingstars beim fünfwöchigen Sommerfestival, das am kommenden Donnerstag beginnt, dabei.

Unter anderem gastieren der belgische Theatermacher Jan Lauwers und seine Needcompany mit der Uraufführung von „Billy's Joy“. Der Abend ist eine performativ trashige Überschreibung sämtlicher Shakespeare-Komödien.

Außerdem reisen die Grand Dame des postmodernen Tanzes, Lucinda Childs, die unter anderem die mit Robert Wilson überarbeitete Version von „Relative Calm“ präsentiert

und Belgiens Tanzpionierin Anne Teresa De Keersmaeker mit „Fase“, ihrem Erfolgsstück aus den 1980er Jahren, nach Wien.

Gespannt sein darf man auch auf die Österreichpremiere von „Somnole“ des französischen Tänzers und Choreografen Boris Charmatz, der seit heuer das renommierte Tanztheater Wuppertal leitet

und auf die Bearbeitung von Madrigalen Claudio Monteverdis durch den Antwerpener Benjamin Abel Meirhaeghe mit nackten Sängern und Performern.

Mit „Living in funny eternity“ steuert außerdem das österreichische Tanzkollektiv Liquid Loft zusammen mit den Noiserockern Bulbul eine Uraufführung bei.
Der kulturMontag bietet exklusive Einblicke in das heurige Festival und blickt auch zurück zu den Anfängen des Festivals, das von dem afrobrasilianischen Tänzer und Choreografen Ismael Ivo und dem Kulturmanager Karl Regensburger 1984 als „Wiener Tanzwochen“ gegründet wurde.
TV-Beitrag: Markus Greussing