Von Nazi-Nestern & anderen dunklen Geheimnissen

3 AutorInnen begeben sich auf Spurensuche

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Was verbindet die AutorInnen
Eva Menasse, Didi Drobna und Alois Hotschnig?
Sie alle sezieren in ihren aktuellen Romanen Österreichs jüngere Geschichte und steigen dabei tief in die Keller der Menschen hinab.

Buchcover Dunkelblum
ORF

Eva Menasse untersucht in ihrem Buch „Dunkelblum“ das vertuschte Massaker in der burgenländischen Gemeinde Rechnitz kurz vor Kriegsende 1945. Dunkelblum nennt sie das fiktive Dorf in ihrem wortgewaltigen Anti-Heimatroman, in dem sie das Verschweigen, das Vertuschen und das Verdrängen durch Täter und Zeitzeugen thematisiert.

Buchcover: Was bei uns Bleib
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Ihre slowakische Kollegin Didi Drobna, die seit 1991 in Wien lebt rollt in ihrem Roman „Was bei uns bleibt“ die letzten Kriegsmonate in Hirtenberg, einem unscheinbaren Ort in Niederösterreich auf. Dort wurde bis 2019 Munition produziert. Es ist eine fiktive Familiengeschichte, in die sie historische verbriefte Fakten verwebt.

Buchcover; Der Silberfuchs meiner Mutter
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Auch der Held in Alois Hotschnigs Roman „Der Silberfuchs meiner Mutter“ hat eine reale Entsprechung: Sein Protagonist ist Heinz Fitz, ein Schauspieler am Tiroler Landestheater. Er kam 1942 als Sohn einer norwegischen Mutter, die sich mit einem österreichischen Wehrmacht-Soldaten eingelassen hatte, zur Welt. Als „Nazihure“ wurde die Mutter verstoßen, ihr Kind musste sie an ein „Lebensborn“-Heim in Vorarlberg abgeben. In einem fast protokollarischen Stil erzählt Hotschnig eine Geschichte rund um Herkunft, Identität und Liebe.

TV-Beitrag: Imogena Doderer, Alice Pfitzner

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