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Made in China: Ramsch oder Schnäppchen?

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Hanno Settele über die Licht- und Schattenseiten des Onlinehandels.

Wer das erste Mal auf den chinesischen Shopping-Portalen AliExpress oder Wish einkauft, wird sich verwundert die Augen reiben: ein Brautkleid um 12,15 €? Eine nobel erscheinende Armbanduhr um 2,11 €? Wie ist sowas möglich?

Amazon hat seit seiner Gründung vor 27 Jahren das Einkaufsverhalten der Menschen massiv in Richtung E-Commerce gedrängt, nun treiben asiatische Onlinekaufhäuser mit Billigstpreisen den weltweiten E-Commerce noch weiter an. Der stationäre Handel kann da kaum noch mithalten - weder in Preis, Auswahl noch Komfort. Und so befindet sich auch das Kaufverhalten der Österreicher seit vielen Jahren im steten Wandel.

Hanno Settele steht mit mehreren Zoll-Mitarbeitern vor Päckchen und Paketen.
Neulandfilm
Hanno Settele beim Zoll

Hanno Settele eröffnet für diesen Film, mit Waren, die er auf AliExpress & Co erwirbt, seinen eigenen PopUp Store - das „Cent-ele“ - im G3 bei Gerasdorf. Sein Hintergedanke dabei: sind die Billigst-Waren aus Asien genauso attraktiv, wenn man sie mit den Händen angreifen und mit eigenen Augen betrachten kann? Wie viel Ramschware befindet sich darunter?

Eine illustre Gästerunde wird ihn bei diesem Experiment unterstützen; darunter Konsum-Expertin Nunu Kaller, die selbst eine Art „Gelbe Seiten“ für österreichische Unternehmen mit Webshop eingerichtet hat sowie der Zukunftsforscher Andreas Reiter, der behauptet, dass sich das Stadtbild durch den zunehmenden Onlinehandel massiv verändern wird.

Hanno Settele im Gespräch mit Nunu Kaller.
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Hanno Settele im Gespräch mit der Konsum-Expertin Nunu Kaller.

Das G3 als Standort für Settele’s „Cent-ele“ ist dafür nicht zufällig gewählt. Mit seinen 190.000 Quadratmetern Grundstücksfläche, den 70.000 Quadratmetern an vermietbarer Fläche und seinen 4.000 Parkplätzen ist es die letzte österreichische Shopping Mall, die auf einer grünen Wiese errichtet wurde. Das war 2012 - und der große Boom solcher Shopping Center ist längst vorbei,  nicht zuletzt dank zunehmendem E-Commerce.

Hanno Settele und Zustellerin Silvia Ponweiser vor einem gelben Postauto.
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In Wiesmath liefert Hanno Settele mit Post-Zustellerin Silvia Ponweiser Pakete aus.

Hanno Settele wird aber auch einen der E-Commerce-Gewinner aufsuchen: die österreichische Post. Im niederösterreichischen Wiesmath liefert er gemeinsam mit der Postlerin Silvia Ponweiser Pakete an Menschen aus, die den Online Handel richtig zu schätzen wissen. Das ist nämlich die andere Seite der Online-Medaille: noch nie war das Einkaufen bequemer, schneller und günstiger! Und manche Unternehmen profitieren ganz ungemein von der Tatsache, dass sie ihre Waren spielend leicht in die ganze Welt verkaufen können.

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Hanno Settele mit Peter Umundum, Vorstand Paket + Logistik, Österreichische Post AG.

Ein Beispiel dafür ist der „Kräutermax“ im oberösterreichischen Ried im Innkreis: Christoph Zauner hat die 130 Jahre alte Drogerie von seinem Großvater übernommen und in die Neuzeit gehievt. Die vielen Zimmer im alten Haus sind heute Lagerhallen oder Verpackungsräume. Und der beliebte Tannenwipfelsirup wird über den eigenen Webshop sowie über Amazon Marketplace nach ganz Europa verkauft.