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Die Straße gehört mir!

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Wem gehört wie viel Platz auf der Straße? Lisa Gadenstätter und Hanno Settele im Duell.

Auf den Straßen der österreichischen Städte herrscht aufgeheizte Stimmung. Es gibt nicht nur immer mehr Autos und Lastwägen, sondern auch Fahrräder und E-Roller. Sie alle müssen sich den Platz noch mit den Fußgängern teilen. Stau ist Teil des Alltags, in den Städten werden Fahrverbote für PKWs diskutiert - ein Verdrängungskampf scheint zu toben. Lisa Gadenstätter und Hanno Settele starten einen Selbstversuch und stellen sich den Problemen der österreichischen Verkehrspolitik.

Lisa Gadenstätter und Stadtstrukturforscherin Angelika Psenner stehen auf einer Straße in Wien
Sebastian Schwarz/Neulandfilm
Lisa Gadenstätter und Stadtstrukturforscherin Angelika Psenner

Wem gehört wie viel Platz auf der Straße? Welche Rechte erlaubt die STVO? Wer setzt sich über Verbote hinweg? Wie kann eine Verkehrswende geschafft werden? Wer ist schuld an dem Konflikt?

Radfahrer glauben die Gesetze gelten für sie nicht! - Wenn mich das Auto erwischt „dann bin ich halt tot“, das kann ich so nicht hinnehmen! - Ja es ist wirklich wie Krieg, wenn das so bleibt, gibt es eine Katastrophe!

Hanno Settele und der CEO der Simplon Fahrrad GmbH Stefan Vollbach in dessen Geschäft
Sebastian Schwarz/Neulandfilm
Hanno Settele trifft den CEO der Simplon Fahrrad GmbH Stefan Vollbach

40 Radfahrer starben im Vorjahr auf Österreichs Straßen. Mehr als die Hälfte davon waren mit einem E-Bike unterwegs. Radfahren als klimafreundliche Alternative soll in den nächsten Jahren weiter gefördert werden. Autofahrer befürchten, dass die Verkehrswende nur auf ihre Kosten gehen soll.

Man will den Leuten das Autofahren vermiesen! - Ich will im Alltag Rad fahren, nicht auf der Donauinsel! - Das Parkpickerl ist reine Abzocke! - Einfach einen Fahrradstreifen auf die Straße malen reicht als Schutz nicht aus!

Drei Viertel aller Unfälle zwischen Auto- und Fahrradfahrern werden von motorisierten PKWs verursacht. Von der Polizei und dem Gesetzgeber fühlen sich beide Gruppen gleichermaßen benachteiligt und schikaniert.

Dabei verwenden die meisten Menschen in Österreich verschiedene Verkehrsmittel, Auto, Bus, Bahn, Fahrrad, was auch immer gerade praktisch für sie ist.

Dornbirns Bürgermeisterin Andrea Kaufmann im Gespräch mit Hanno Settele vor einem Stadtbus in Dornbirn
Sebastian Schwarz/Neulandfilm
Dornbirns Bürgermeisterin Andrea Kaufmann im Gespräch mit Hanno Settele

Lisa Gadenstätter und Hanno Settele treffen passionierte Radfahrer und Aktivisten, Autoliebhaber, Botenfahrer und Polizisten. Gemeinsam besprechen sie die Hintergründe des Konflikts, was in Zukunft für eine sichere Verkehrspolitik getan werden muss und welche Probleme die Bundesländer mit dem wachsenden Verkehrsaufkommen haben.

Sie besuchen jeweils ihre Heimat, den Pinzgau und das Rheinland und diskutieren mit Bürgern und lokalen Politikern, wie diese mit der Verkehrslawine umgehen. Kann der Alltag am Land ohne Auto funktionieren? Welchen Einfluss hat der Tourismus? Und wie gut ist der öffentliche Verkehr in Österreich ausgebaut?

Lustenaus Bürgermeister Kurt Fischer und Hanno Settele auf einem Rad
Sebastian Schwarz/Neulandfilm
Lustenaus Bürgermeister Kurt Fischer beim Radausflug mit Hanno Settele

Ohne Auto brauch ich dreimal so lang in die Arbeit! - Ich empfinde es als Luxus mein Auto stehen zu lassen! - Im Sommer geht der Stau oft durch den ganzen Ort!

Ideen für Lösungen gibt es viele, bei der Umsetzung sind wir alle gefordert. Internationale Vergleiche mit Oslo und Paris zeigen, wie es gehen kann. Gemeinsam haben alle Geschichten die Forderung: Es braucht den politischen Willen für eine Verbesserung!

Lisa Gadenstätter trifft den Sprecher von Platz für Wien Ulrich Leth
Sebastian Schwarz/Neulandfilm
Lisa Gadenstätter trifft den Sprecher von Platz für Wien Ulrich Leth

Begleitet werden Lisa Gadenstätter und Hanno Settele von den Verkehrsexperten Bernhard Wiesinger (ÖAMTC) und Ulrich Leth (TU Wien) sowie der Stadtforscherin Angelika Psenner.