'Zum Holocaust-Gedenktag am 27.1.26'

betrifft: uns - Reportagen ohne Filter

Holocaust-Erinnerung in der Krise? - Zwischen Social Media, Gaza & Migration

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Vor mehr als 80 Jahren ermordeten die Nationalsozialisten im Holocaust systematisch sechs Millionen Jüdinnen und Juden. Im Konzentrationslager Mauthausen in Oberösterreich wurden mindestens 90.000 Menschen getötet. Das sind eineinhalb Mal so viele Menschen, wie die Stadt Wels heute Einwohner hat. Österreich hat seine Mitschuld am Holocaust erst spät anerkannt. Dieses gewaltsame Kapitel der Geschichte ist mittlerweile fixer Bestandteil unseres Schulunterrichts. Die Erinnerungskultur hat sich im Laufe der Zeit immer wieder verändert und steht jetzt vor neuen Herausforderungen. Die letzten Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sterben, der Krieg in Gaza schafft neue Spannungsfelder. Und in den heimischen Klassen sitzen heute Kinder und Jugendliche mit sehr unterschiedlichen Hintergründen – viele mit eigenen Erfahrungen von Flucht, Verlust und Vertreibung. Wie sprechen wir heute – in einer so diversen Gesellschaft – über den Holocaust? Wie beantworten junge Menschen die Frage: Was hat das mit mir zu tun? Und wo stößt Erinnerungsarbeit an ihre Grenzen? Melanie Dzambazov beschäftigt sich in der neuen Folge von betrifft: uns mit der drängenden Frage: Ist es heute schwieriger den Holocaust zu vermitteln?