
Aufsperren statt Zusperren! Ist das Wirtshaus noch zu retten?
„Aufsperren statt Zusperren“ macht sich in Zeiten des dramatischen Wirtshaussterbens auf die Suche nach verlorenen Orten der Gemeinschaft - am Land wie in der Stadt. Die Serie versucht, Leben in verwaiste Gaststuben zu bringen und fragt, was uns ein sozialer Mittelpunkt wert ist.
Im Zentrum steht Kira Schinko als Wirtshausretterin. Sie ist quer durch Österreich unterwegs und folgt einer klaren Mission: leerstehende Wirtshäuser für einen Tag wieder aufzusperren und herauszufinden, ob sie noch Zukunft haben. Sie trifft ehemalige Stammgäste, Wirtsleute, lokale Stars und bringt gemeinsam mit Spitzen-Gastronom:innen Menschen, Ideen und potenzielle Pächter:innen zusammen.
„Aufsperren statt Zusperren“ ist eine Liebeserklärung an Orte, die noch nicht aufgegeben haben.
Folge 4: „Neufurth – Der Mittagstisch“
Diesmal führt Kira der Weg nach Neufurth in Niederösterreich. Entlang der Hauptstraße stößt sie auf ein stillgelegtes Wirtshaus, das bis vor kurzem noch von der 92-jährigen Wirtin „Mizi“ Ganglmair geführt wurde. Ihr Mittagstisch war über Jahrzehnte Fixpunkt für Arbeiter:innen, Angestellte und Stammgäste aus der Umgebung. Kira fragt sich, ob dieses Modell heute noch funktioniert oder ob der klassische Mittagstisch ausgedient hat. Unterstützung bekommt sie von Haubenköchin Theresia Palmetzhofer und ihrer Mutter (Zur Palme). Sie zeigen, dass sich Hauben-Küche, Alltagstauglichkeit und Leistbarkeit nicht ausschließen müssen.

So beschließt Kira, das Wirtshaus Ganglmair für einen Tag wieder aufzusperren und den Mittagstisch neu zu denken.