
Andreas Vitásek wird 70
Das ORF-III-Publikum stimmt ab, welches Programm am 1. Mai – genau an seinem Geburtstag – gezeigt wird. Zur Auswahl stehen drei erfolgreiche und ausgezeichnete Kabarettprogramme:

Unterwegs
Eine großartige Trouvaille aus dem Frühwerk von Andreas Vitasek: Vom Wiener Taxifahrer, der keine Haider-Witze versteht, über den „Coiffeur aus Brüssel“, der dem österreichischen Haar-Gast charmant die Leviten liest, bis zum grün-gesichtigen Mephisto, dem man die Verträge nicht faxen soll – sie alle hat der einstige Pantomime drauf. Natürlich auch den „Tod“, den Vitasek als zynische Handpuppe zum Reden bringt. Ein überaus unterhaltsames Schlaglicht auf den Komiker, Clown und Pantomimen am Anfang seiner großen Karriere. Eine Aufzeichnung im Wiener Vindobona von 1994.

My Generation
In seinem 25jährigen preisgekrönten Bühnenprogramm legt Vitasek seine Generation quasi auf die Couch. Er räsoniert in seiner satirischen Art über seine „wilden“ post68er Jahre, seine Weggefähren und Schauplätze - und was daraus geworden ist. Einzigartig z. B. die Episode, als er gerade Statist im Burgtheater ist, nebenan die OPEC überfallen wird und Kunst und Realität plötzlich ineinander aufgehen. Ein großes, ein reifes, ein unwiderstehlich witziges Programm.

39,2 Grad - Ein Fiebermonolog
Im fieberheißen Kopf Vitaseks vermischen sich die Kindheit in Favoriten mit den Anforderungen moderner Vaterschaft, verlassen die Anekdoten alle herkömmlichen Grenzen von Zeit und Raum, vermischt sich Goethes Erlkönig mit den Missbrauchsfällen der Kirche. Vitásek kommt vom Hundertsten ins Tausende, biegt geschickt zurück zum Hundertsten, legt als Pirouette eine kleine Tagesaktualität ein, lächelt verschmitzt und redet weiter. Ein echter Vitásek eben!