Zimmer frei - Übernachten in besonderer Architektur: Das Triester Umland
ORF/WDW Filmproduktion/Heribert Senegacnik
Im Bild: Marina Azzura Ressort.
kulturMONTAG

Zimmer frei - Übernachten in besonderer Architektur: Das Triester Umland

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„Wie wichtig ist die Art der Unterkunft im Urlaub, wenn die Landschaft perfekt ist?“

Die ORF-Kultur-Sendereihe „Zimmer frei“ widmet sich der Geschichte und Entwicklung von Architektur im Tourismusumfeld und zeigt ausgewählte Projekte, die Tradition und Moderne kombinieren und Architektur und Kunst in Dialog miteinander stellen. Feriendomizile, die die Baustile der Regionen aufgreifen, weiterentwickeln und prägen, das jeweilige Landschaftsbild unterstreichen und einen Brückenschlag zwischen historischer Baumaterie und zeitgenössischem Design wagen.

Zimmer frei - Übernachten in besonderer Architektur: Friaul
ORF/WDW Filmproduktion/Heribert Senegacnik
Double Tree by Hilton Triest

Diesmal besucht Martin Traxl in der mittlerweile neunten Ausgabe der Reihe „Zimmer frei“ sehr unterschiedliche Bauten und Projekte in und rund um Triest, der Hauptstadt der Region Friaul-Julisch Venetien im Nordosten Italiens. Zu Wort kommen neben den Gastgeber:innen und Architekt:innen auch Expert:innen, die über die Wechselwirkung von Architektur und Tourismus im Friaul, den Wandel in der baulichen Gestaltung, sowie auch die gesellschaftlichen Aspekte der Baukultur sprechen.

Triest atmet bis heute den Odem der Geschichte. Unübersehbar sind die Spuren der habsburgischen Vergangenheit in Architektur und Lebenskultur der Hafenstadt.

Zimmer frei - Übernachten in besonderer Architektur: Das Triester Umland
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Martin Traxl und Erich Bernard im Cafe Sacher

Architekt Erich Bernard ist Triest seit Jahren eng verbunden und hat hier auch einige Projekte umgesetzt, wie zum Beispiel das Innendesign des Caffè Sacher Trieste. Situiert in einem denkmalgeschützten Geschäftslokal, wurde die sorgfältig restaurierte Originaleinrichtung aus 1912 behutsam in das Konzept integriert. Die Revitalisierung von historischer Bausubstanz, und ein Verständnis dafür, dass das Alte und das Neue eine Symbiose eingehen können ist bei vielen Objekten der Stadt spürbar – ob im ehemaligen Versicherungsgebäude, das zum Hotel umgebaut wurde, oder im Palazzo aus dem 18. Jahrhundert, das in luxuriösen Suiten, abgeschirmt durch dicke Gemäuer, Städtebummler Ruhe finden lässt.

Zimmer frei - Übernachten in besonderer Architektur: Das Triester Umland
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Im Bild: Seven Historical Suites Hotel, in Triest.

Entschleunigung bietet auch das Umland – sei es in der Lagune von Grado, wo Naturnähe und Nachhaltigkeit auch in der Bauweise und Materialität des kleinen Boutiquehotels Oche Selvatiche erlebt werden kann. Oder aber in der atemberaubenden Hügellandschaft des Collio, wo es einige Jahrhunderte alte Burgen und Schlösser gibt, wie das Castello Formentini, oder Castello di Buttrio, deren Gemächer heutzutage auch Urlaubern offenstehen.

Zimmer frei - Übernachten in besonderer Architektur: Friaul
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Martin Traxl und Graf Formentini

Doch auch die Architektur des 20. Jahrhunderts, allen voran der 1950er bis 1970er Jahre prägt vielerorts das Erscheinungsbild des Friaul. Ein Beispiel dafür ist der, von Architekt Marcello D’Olivo gestaltete, brutalistische Mischkomplex des Condominio Zipser, der bis heute das Erscheinungsbild von Grado prägt. Von ihm stammt auch ein avantgardistisches Tankstellen-Gebäude in Buttrio, das vor einigen Jahren von Architekt Marco Zito zu einem Café & Bistro umgebaut wurde – nebst einem Hotelkomplex, der die zeitgenössische Architektur und den modernen Lebensstil zelebriert.

All diesen Objekten ist gemein, dass Traditionen sorgfältig weitergeführt werden können, ohne der Moderne im Wege zu stehen.

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