
Zubin Mehta - Partitur eines Lebens
Fünf Mal hat der Inder Zubin Mehta bereits das berühmte Neujahrskonzert dirigiert, das letzte Mal 2015. Mit Wien verbinden ihn nicht nur intensive Arbeitsjahre mit den Wiener Philharmonikern – schon in seiner Jugend stand die Stadt im Mittelpunkt seines musikalischen Interesses.

Im Elternhaus in Mumbai hörte man Schallplatten mit europäischer Klassik wie den Sinfonien von Brahms und den Tondichtungen von Richard Strauss, dirigiert von Toscanini und Furtwängler. Mit 18 Jahren ging Zubin Mehta nach Wien und studierte an der Musikhochschule Klavier, Komposition und Kontrabass, später bei Hans Swarowsky Dirigieren. Doch seine eigentlichen Lehrjahre verbrachte er bei den Proben der Wiener Philharmoniker, im Wiener Konzerthaus und in der Wiener Staatsoper. Dort beobachtete er Dirigenten wie Karl Böhm, Erich Kleiber und Herbert von Karajan bei der Arbeit.

Schnell machte er sich international einen Namen als Spitzenkraft am Pult. „Der Himmel ist eine Grenze für diesen Mann“, so schrieb ein amerikanischer Kritiker über den damals 25-jährigen Dirigenten. Mehta war Chefdirigent von vielen großen Orchestern in Amerika und Europa, wirkte acht Jahre als musikalischer Leiter der Bayerischen Staatsoper in München und von 1977 bis 2019 als Musikdirektor des Israel Philharmonic Orchestra.

Seit 1985 ist er dem Maggio Musicale Fiorentino und der Oper in Florenz verbunden und fungierte auch lange Zeit in Valencia als Präsident eines Musikfestivals. Von einer schweren Krebserkrankung ist er wieder genesen, er steht bis heute regelmäßig am Pult der Weltklasseorchester.

In der Dokumentation blickt Zubin Mehta auf seine Laufbahn als Weltklassedirigent zurück.
Gestaltung
Karin Veitl