
Memento mori - Von Trauer und Trost in der Musik
Der Umgang mit Tod, Vergänglichkeit und Gedenken mündet in der Musikkultur nicht notwendigerweise in reiner Traurigkeit.

Gemeinsam mit dem Salzburger Starbariton Rafael Fingerlos, der am Drehbuch mitgewirkt hat, zeigt Regisseur Martin Pichl in seinem Film, wie sich Trauer, Heiterkeit, Humor und Trost in vielen musikalischen Traditionen eng miteinander verbinden können. Das Gedenken an Verstorbene ist nicht nur beklemmend, sondern kann auch berührend, sinnstiftend und manchmal sogar humorvoll sein.

Der Film bewegt sich zwischen großer klassischer Musik (Schubert, Brahms, Mahler, Strauss, Mozart, Clara Schumann, Mendelssohn Bartholdy) und alpenländischen sowie Wiener Liedtraditionen. Besondere Authentizität gewinnt das Format durch Live-Darbietungen an historischen Schauplätzen, Gespräche mit Künstler:innen (Sascha El Mouissi, das Ensemble Tschejefem und die Divinerinnen) sowie einem Bestatter, der über zeitgemäße Formen der Bestattung und die überraschend „heitere“ Seite seines Berufsalltags spricht.

Das Publikum wird auf eine emotionale Reise mitgenommen, auf der offensichtlich wird, wie bunt und vielfältig musikalischer Trost sowie humorvolle Abschiedsrituale sein können. Der Film feiert die Lebendigkeit, die in der Musik liegt – gerade auch in jenen Stücken, die sich mit Abschied und Tod auseinandersetzen.
Regie
Martin Pichl
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