Kren: Antibiotikum der Bauern

Der Meerrettich, in Österreich Kren genannt, ist zur Heilpflanze 2021 gekürt worden. Die Wurzel kann sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden, um seine gesundheitlichen Aspekte zu entfalten. Wie er angewendet wird, verrät die „Guten Morgen Österreich“-Gesundheitsexpertin Dr. Christine Reiler.

Bei Erkältungskrankheiten oder Infektionen der Atemwege ist der Meerrettich ebenso beliebt wie zur Unterstützung des Immunsystems. Seit dem Mittelalter ist die Schärfe eine beliebte Speisewürze, um das Essen schmackhaft und verträglich zu machen, denn Meerrettich regt auch Galle und Magen an. Bei einer Nasennebenhöhlenentzündung oder Schnupfen kann die Wurzel eine schnelle Abheilung der angeschwollenen Schleimhäute bewirken. „Guten Morgen Österreich“-Gesundheitsexpertin Dr. Christine Reiler zeigt die gesundheitlichen Vorteile des Meerrettichs auf und stellt seine medizinische Anwendung sowie seine Wirkung vor.

Sendungshinweis: „Guten Morgen Österreich“, 06.04.2021, ORF 2

Krenkette-Rezept:

Für eine Krenkette brauchen Sie eine Schnur, ein Messer, eine Schüssel mit lauwarmem Wasser und frischen Meerrettich.

1. Waschen Sie den Kren und schneiden Sie die ungeschälte Wurzel in ca. 5mm dicke Scheiben.

2. In der Mitte der Wurzelscheiben stechen Sie ein kleines Loch aus. Danach weichen Sie die Scheiben ca. fünf Minuten lang in lauwarmem Wasser ein.

3. Nehmen Sie anschließend eine Schnur und fädeln Sie die einzelnen Meerrettich-Scheiben nacheinander auf. Für eine Kette brauchen Sie mindestens fünf Scheiben. Je mehr desto besser.

4. Bei Halsbeschwerden und Schnupfen platzieren Sie die Krenkette in Höhe des Halses. Bei Erkältungen und Husten hängen Sie die aufgefädelten Krenscheiben so an den Körper, dass sie sich in Höhe der Lunge befinden. Die Kette sollte nicht direkt auf der Haut aufliegen, da es sonst zu Hautreizungen kommen kann.

5. Die stark desinfizierenden Inhaltsstoffe des Meerrettichs atmen Sie bitte für mindestens eine halbe Stunde ein. So werden die Atemwege schnell wieder frei, die Schwellung der Schleimhäute geht zurück und Sie bekommen wieder besser Luft.