Schultafel

dpa-Zentralbild/Arno Burgi

Fit für den Schulbeginn

Die wochenlangen Sommerferien sind bald vorbei, doch was bedeutet das für den Lebensrhythmus von Kindern und Eltern? Eva Pölzl und Marco Ventre besprechen mit einem Experten wie man sich bestmöglich auf den Schulanfang vorbereiten kann.

Die Sommerferien gehören für viele Schülerinnen und Schüler bald wieder der Vergangenheit an. Das unbeschwerte Leben samt langem Aufbleiben und Ausschlafen, am See und auf der Couch liegen verabschiedet sich wieder für ein Jahr. Umso schwerer fällt vielen jungen Menschen die Umstellung für Körper und Geist von Urlaubs- auf Schulmodus.

Sendungshinweis

„Guten Morgen Österreich“, 25.08.2017,
06.30 - 09.30 Uhr, ORF 2

Gut vorbereitet ins Schulleben

Vor allem für junge Schüler ist die richtige Vorbereitung auf die Schulzeit seitens der Eltern ratsam. Ausgeruhte Kinder lernen leichter, daher sollte man frühes Schlafen gehen konsequent einhalten. Denn aufregende Fernsehsendungen oder Computerspiele sowie späte Mahlzeiten kurz vor dem Zubettgehen behindern einen guten Schlaf. Neben der nervlichen Belastung ist der Schulbeginn für viele Familien auch eine finanzielle Herausforderung. Schon jetzt bieten viele Fachgeschäfte spezielle Angebote für den Schulstart an. Auch das Sozialministerium greift gemeinsam mit dem Roten Kreuz einkommensschwächeren Familien mit der Aktion „Schulstartpaket“ unter die Arme. Wer sich mit den positiven Aspekten der Schulgemeinschaft auseinandersetzt, dem dürfte der Schulbeginn nicht mehr allzu schwer fallen. Daher sollte man versuchen die Schule als einen Ort wahrzunehmen, an dem man sich wohl fühlen kann, an dem die Neugier gestillt und Wissen angeeignet werden kann. Weitere Tipps für einen einfachen Schulstart verrät der Schulpsychologe Peter Zernig in der Sendung.

Keine Angst vor der Nachprüfung

Bei einer Nachprüfung seien Ruhe und Gelassenheit das Wesentlichste. Daher müsse man darauf achten, dass die Balance zwischen Vorbereitung und Erholung in den Sommerferien ausgewogen bleibt. Die Defizite müssen beim Lernen aufgeholt und genügend Zeit zum Nachfragen gegeben werden. Außerdem sei die Ursachenforschung, warum es nicht bereits im Sommersemester mit der Prüfung geklappt hat wesentlich - wurde zu wenig gelernt, gab es Unklarheiten, war das Lernen zu unorganisiert oder wird vielleicht eine Nachhilfe benötigt. Für die Nachprüfung sei Selbstdisziplin und Konsequenz beim Vorbereiten wichtig, denn ein schlechtes Gewissen würde nur noch mehr Druck aufbauen.

Der erste Schultag

Für den ersten Schultag sei es wichtig, dass Eltern ihre eigene Einstellung zur Schule zuvor reflektieren und diese versuchen nicht an die Kinder zu übertragen. Es soll Vorfreude geweckt werden, das ginge am besten, indem man die Kinder mit Bleistiften und Farben auf die Schule einstimme. Der Tagesrhythmus würde am besten funktionieren, wenn man Schlafens- und Aufstehzeiten einhält, denn auch Rhythmus sei wichtig als Vorbereitung. Der Schulweg könne auch zuvor gemeinsam abgegangen und geübt werden. Gemeinsames Aussuchen von Schulsachen wecke außerdem Vorfreude bei den Kindern und mache sie stolz, jetzt zu den Schulkindern zu gehören.

Schulbeginn nach den Ferien

Wenn es sich nicht um den allerersten Schultag handelt, könne man Kinder auf den Schulbeginn durch Gespräche vorbereiten und dabei positive Aspekte hervorheben. So treffe man in der Schule auch wieder die Klassenkameraden, könnte bereits jetzt die Unterlagen gemeinsam vorbereiten und schlichten oder wieder den Rhythmus und die Ordnung während der Schulzeit üben.

Der „Guten Morgen Österreich“-Experte

  • Peter Zernig, Schulpsychologe