Eine Frau beim Gießen ihrer Sonnenblumen

APA/dpa/Jörg Carstensen

Gartentrend: Urban Gardening

Den Traum vom eigenen Garten kann man in der Stadt nicht so leicht verwirklichen. Doch auch die, die kein eigenes Grün haben, müssen nicht aufs Garteln verzichten. Urban Gardening, so heißt es weltläufig, wenn mehrere Menschen gemeinsam einen Garten bewirtschaften. Die Gemeinschaftsbeete werden in den Städten immer beliebter und gerne genutzt.

Obst und Gemüse anbauen und ernten, Blumenzwiebeln setzen und dem grünen Daumen freien Lauf lassen. Dazu ist kein eigener Garten mehr gefragt, denn beim Urban Gardening können Grünflächen in der Stadt bepflanzt und als Gemeinschaftsgarten genutzt werden. So kann auch aus einer kleinen Grünfläche eine Gartenoase entstehen, die Menschen aus dem gleichen Wohnbezirk zusammenbringt. Denn beim Urban Gardening werden oftmals die Aufgaben der Gartenpflege unter den Nutzern aufgeteilt. So wird auch das Nachbarsbeet mit gegossen oder Stecklinge ausgetauscht. Natürlich findet auch rund ums Gartenwissen ein reger Austausch statt, von dem jeder profitiert.

Mehr Natur in der Stadt

Beim Urban Gardening wird nicht nur Gemüse und Obst selbst gepflanzt, auch für die Artenvielfalt tragen die kleinen Gemeinschaftsgärten ihren Teil bei. Auch auf der Donauinsel ist man um den Erhalt der Artenvielfalt bemüht und hat dazu extra ein Mähmanagement zur Bewirtschaftung der Grünflächen erstellt. Inwiefern auch Menschen davon profitieren und was man mit einem kleinen Stück wilder Wiese bewirken kann, erklären die Experten Gerald Loew und Herbert Eipeldauer.

Gerald Loew erzählte, dass der Andrang auf Gemeinschaftsgärten sehr groß sei. Anfangs gab es zwar große Widerstände wegen den Zäunen, da die Donauinsel jedem gehören soll. Doch diese Widerstände legten sich wieder und trotz der Zäune fördere Urban Gardening die Gemeinschaft. Das Projekt bringe die Menschen zusammen und zum Garteln.

Herbert Eipeldauer informierte darüber, da mit der Artenvielfalt bei Pflanzen auch die Vielfalt bei Tieren gefördert werde und man somit mehr Möglichkeiten habe gegen den Klimawandel zu wirken. Das Mähmanagement bearbeite drei Bereiche im Stadtgarten. Dabei werde ein Teil wie ein Park behandelt und mitgemäht und bewässert. Die beiden anderen Teilen werden eher höher bewachsen und naturnah gelassen. Das sorge für mehr Artenvielfalt.

Die „Guten Morgen Österreich“-Experten