Ein Mann in einer Bar mit Zigarette und Bier

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Wege aus der Sucht

Trotz Suchtverhalten sind sich viele Österreicherinnen und Österreicher sicher, dass sie sofort die Finger von Zigaretten oder Alkohol lassen könnten. In Mönichkirchen hilft die Organisation „Grüner Kreis“ Menschen, die erkannt haben, dass sie von einer Droge abhängig geworden sind. Doch die Wege aus der Sucht sind schwierig.

Jeder fünfte Mann in Österreich hat laut Statistik ein Alkoholproblem, auch zehn Prozent der Frauen trinken zu viel. Die Menschen, die exzessiv zur Flasche greifen, werden auch immer jünger. Waren es früher meist 16-Jährige, die ihren ersten Rausch erlebt hatten, ist das Einstiegsalter jetzt auf 11 Jahre gesunken. Neben dem Trinken ist auch das Rauchen nach wie vor weit verbreitet.

Süchte verkürzen Lebenserwartung um 20 Jahre

1,4 Millionen Österreicher sind nikotinabhängig. Dazu kommen 33.000 Menschen, die nach anderen berauschenden Substanzen süchtig sind. Sie alle werden im Schnitt 20 Jahre früher sterben. Laut der Weltgesundheitsorganisation wird im Jahr 2030 Alkoholabhängigkeit die häufigste Erkrankung von Männern in Industriestaaten sein. Oft kommt die Krankheit durch Künstler in die Schlagzeilen. Song-Contest Legende Tony Wegas redet offen über seine Probleme mit Alkohol, Kokain und Heroin, die ihn 1997 sogar ins Gefängnis gebracht und damit seine Karriere negativ beeinflusst haben. Die Wege aus der Sucht sind beschwerlich und dauern lange. Doch wie erkennen Betroffene, dass sie überhaupt süchtig sind? Das wird in der Sendung Kurt Neuhold erklären, der mit der Organisation „Grüner Kreis“ tätig ist. Der Musiker Tony Wegas wird ebenfalls in der Sendung zu Gast sein und über Suchtmittel im Umfeld von Künstlern sprechen.

Tony Wegas und Kurt Neuhold zum Thema Sucht:

Kurt Neuhold über die künstlerische Arbeit mit Suchtkranken:

Die „Guten Morgen Österreich“-Experten