Bohn´nockerl-Suppe

Der Karfreitag gilt als strenger Fasttag. Auch für jene, die es mit dem Fasten während der vergangenen Wochen nicht so genau genommen haben. In Hollenthon gibt es für den heutigen Tag ein traditionelles Gericht: Die „Bohn´nockerl-Suppe“.

Seit mehr als 100 Jahren gibt es das Wirtshaus am Stickelberg. Ein Familienbetrieb, in dem seit vier Generationen die traditionellen Rezepte weitergegeben werden. So wie das der Hollenthoner Bohn´nockerl-Suppe. „Das ist ein uraltes Rezept von meiner Mama. Die Bohnen werden über Nacht eingeweicht“, sagt Barbara Oberger. Ob Wachtel- oder Steirerbohnen genommen werden, ist Geschmackssache.

Bohnnockerlsuppe

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Über Nacht werden die Bohnen eingeweicht und anschließend im selben Wasser für etwa zwei bis drei Stunden gekocht.

Für ein halbes Kilo Bohnen benötigt man 2 1/2 Liter Wasser. Im selben Wasser werden die Bohnen am nächsten Tag zwei bis drei Stunden lang gekocht.

Die Nockerln werden mit Mehl, Milch, Eiern, Salz, etwas Öl und Muskatnuss zubereitet. Zutaten zu einem glatten Teig vermengen, danach im siedenden Wasser durch ein Nockerlsieb reiben.

Bohnnockerlsuppe

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Ein vollwertiges Fastenmenü.

Zum Abschmecken der Bohnensuppe nimmt die Stickelbergwirtin Salz und Gewürze, die sie im Herbst gesammelt hat: „Bohnenkraut, Estragon, Kerbel, Liebstöckel, Salbei und ein bisschen Majoran“, so Oberger. Dazu kommt 1/4 Liter Obers und 1/8 Liter Sauerrahm.

Die fertig gekochten Nockerl gibt man direkt in die Suppe. Am Karfreitag reichen zwei Schöpflöffel voll Suppe. Die Bohn´nockerl-Suppe ist ein vollwertiges Fasten-Mittagessen.

Sendungshinweis: „Guten Morgen Österreich“, 14.04.2017 / WH 10.04.2020